Queenstown in Neuseeland: Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten & unsere Tipps für 2 Tage
Queenstown ist einer der lebendigsten Orte, die wir auf unserer Neuseeland-Rundreise besucht haben. Direkt am Lake Wakatipu und umgeben von Bergen dreht sich hier vieles ums Draußensein: Bungee-Jumping, Jetboat, Paragliding, Mountainbiken und Wandern gehören genauso zu Queenstown wie Bootsfahrten über den See und Ausflüge in die Weinregion Gibbston Valley.
Wir verbrachten zwei volle Tage in Queenstown. Am ersten erkundeten wir die Stadt und fuhren für den Blick über Queenstown, See und Berge hinauf auf Bob’s Peak. Am zweiten ging es mit dem Mountainbike von Arrowtown über Hängebrücken und entlang türkisfarbener Flüsse bis zu den Weingütern im Gibbston Valley.
Von Wanaka nach Queenstown: Unsere Fahrt über den Highway 6
Unsere vorherige Station war Wanaka. Von dort führt die kürzeste Strecke über die Crown Range Road nach Queenstown.
Für uns kam diese Route allerdings nicht infrage: Bei der Übernahme unseres Campers mussten wir unterschreiben, dass wir die Crown Range Road mit unserem Fahrzeug nicht fahren dürfen.
Ob das auch für deinen Camper gilt, hängt vom Vermieter und Fahrzeug ab. Prüfe deshalb vor der Fahrt deine Mietbedingungen.
Entlang des Kawarau River nach Queenstown
Wir fuhren stattdessen über Cromwell und den Highway 6.
Hinter Cromwell führt der Highway 6 durch die Kawarau Gorge und immer wieder direkt am türkisfarbenen Kawarau River entlang. Unterwegs entdeckten wir plötzlich eine Gruppe mitten im schnell fließenden Wasser: Neoprenanzüge, Helme und kleine Boards inklusive.
Was machten die da?
Später fanden wir heraus, dass River Surfing* tatsächlich zu den zahlreichen Outdoor-Aktivitäten rund um Queenstown gehört. Dabei geht es mit einem kleinen Bodyboard durch die Strömung des Kawarau River.
Queenstown machte seinem Ruf als Adventure-Hauptstadt also bereits auf der Anfahrt alle Ehre.
Camping in Queenstown: Unbedingt rechtzeitig reservieren
In Queenstown angekommen steuerten wir direkt unseren Campingplatz an. Diesen hatten wir bereits einige Monate vor der Reise gebucht – zum Glück.
Bei unserer Ankunft war der Campingplatz komplett ausgebucht.
Gerade während der Hauptreisezeit würden wir den Stellplatz deshalb schon einige Zeit vorher reservieren. Queenstown gehört zu den beliebtesten Stationen auf der Südinsel und entsprechend gefragt sind die Campingplätze rund um die Stadt.
Beim Freedom Camping gelten inzwischen ebenfalls klare Regeln: Seit Dezember 2025 ist es in den urbanen Bereichen grundsätzlich verboten. Mit einem zertifizierten Self-contained-Fahrzeug darfst du auf ausgewiesenen Flächen übernachten, für die jeweils eigene Bedingungen und Zeitfenster gelten. Die Plätze werden nach dem First-come-first-served-Prinzip vergeben und können schnell voll sein.
Die aktuellen Plätze, Bedingungen und sogar die Auslastung findest du auf der Responsible Camping Map des Queenstown Lakes District Council.
Unser erster Tag in Queenstown
Nachdem wir den Camper abgestellt hatten, liefen wir gegen Mittag ins Zentrum.
Queenstown: Zentrum & Lake Wakatipu
Queenstown ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Nach kurzer Zeit standen wir bereits am Lake Wakatipu, direkt beim kleinen Hafen.

Hier merkten wir sofort, wie beliebt die Stadt ist.
Auf dem kleinen Strandabschnitt und entlang der Uferpromenade saßen die Menschen dicht nebeneinander. Nach den vielen kleineren Orten auf unserer bisherigen Route fühlte sich Queenstown deutlich städtischer und belebter an.
Wir liefen eine Weile am Wasser entlang und machten uns anschließend auf den Weg zur Skyline Gondola.
Skyline Gondola: Der schönste Blick über Queenstown
Bei der Skyline Gondola hatten wir die Wahl: zu Fuß den Berg hinauf oder mit der Gondel.
Wir entschieden uns für die bequemere Variante.
Die Gondel bringt dich rund 480 Höhenmeter hinauf auf Bob’s Peak. Von oben schauten wir über die Dächer von Queenstown auf den Lake Wakatipu, die bewaldeten Hänge und die Bergketten rund um die Stadt.

Für uns war das der schönste Aussichtspunkt in Queenstown.
Rund um die Bergstation kannst du außerdem mit der Luge – einer Art Sommerrodelbahn – fahren, auf mehreren Ziplines durch den Wald sausen oder mit dem Mountainbike auf verschiedenen Trails starten.
Wir entschieden uns aber für einen ganz anderen Rückweg.
Tiki Trail: Zu Fuß zurück nach Queenstown
Der Tiki Trail verbindet Queenstown mit Bob’s Peak und führt auf gut zwei Kilometern und über 480 Höhenmeter durch den Wald am Berghang. Der Weg hat es in sich, da er ziemlich steil ist und man manchmal ein wenig klettern muss.
Du kannst den Tiki Trail auch für den Aufstieg nutzen und dir damit das Geld für die Gondelfahrt sparen. Plane hierfür ca. 90 Minuten ein.
Queenstown Gardens: Rundweg am Lake Wakatipu

Von Bob’s Peak hatten wir bereits eine grüne Halbinsel gesehen, die direkt neben dem Zentrum in den Lake Wakatipu hineinragt.
Dort liegen die Queenstown Gardens.

Wir liefen zurück zum See und umrundeten die Halbinsel auf dem etwa zwei Kilometer langen Weg. Besonders schön fanden wir die Abschnitte direkt am Wasser: Zwischen Bäumen und Ufer öffnen sich immer wieder freie Blicke auf den Lake Wakatipu und die Berge auf der gegenüberliegenden Seite.
Danach ließen wir den Tag in einem Café am Hafen bei Fish and Chips und Blick auf den See ausklingen.
Damit endete unser erster Tag – am nächsten Morgen tauschten wir Stadt und Gondel gegen Mountainbike und Weinberge.
Neuseeland planen: Unser Reiseführer-Tipp
Für unsere Neuseeland-Reise haben wir den Reiseführer von Reise Know-How* genutzt. Mit vielen Routenvorschlägen und Karten kannst du deine Strecke individuell planen und findest unterwegs schnell Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Unterkünften und Restaurants.
Anzeige
Queenstown Gardens: Rundweg am Lake Wakatipu

Von Bob’s Peak hatten wir bereits eine grüne Halbinsel gesehen, die direkt neben dem Zentrum in den Lake Wakatipu hineinragt.
Dort liegen die Queenstown Gardens.

Wir liefen zurück zum See und umrundeten die Halbinsel auf dem etwa zwei Kilometer langen Weg. Besonders schön fanden wir die Abschnitte direkt am Wasser: Zwischen Bäumen und Ufer öffnen sich immer wieder freie Blicke auf den Lake Wakatipu und die Berge auf der gegenüberliegenden Seite.
Danach ließen wir den Tag in einem Café am Hafen bei Fish and Chips und Blick auf den See ausklingen.
Damit endete unser erster Tag – am nächsten Morgen tauschten wir Stadt und Gondel gegen Mountainbike und Weinberge.
Unser zweiter Tag: Mit dem Fahrrad ins Gibbston Valley
Auf diesen Tag hatten wir uns schon vor der Reise richtig gefreut: eine selbstgeführte Fahrradtour von Arrowtown ins Gibbston Valley*.
Gebucht hatten wir die Tour bei Around the Basin. Morgens trafen wir uns in Queenstown und fuhren gemeinsam mit den anderen Teilnehmern in einem Van nach Arrowtown. Auch die Miet-Fahrräder wurden dorthin gebracht.
Vor Ort bekamen wir Helme, Fahrräder und eine kurze Einweisung in die Strecke. Danach konnten wir selbst losfahren und den Tag so einteilen, wie wir wollten – mit Fotostopps, Pausen und später natürlich den Weingütern.
Von Arrowtown entlang von Flüssen und über Hängebrücken

Von Arrowtown starteten wir zunächst gemeinsam mit den anderen Teilnehmern, doch die Gruppe verteilte sich schnell auf der Strecke. Schon bald waren wir zu zweit unterwegs.
Schon kurz hinter Arrowtown wurde die Strecke sportlicher: Auf schmalen, kurvigen Wegen ging es immer wieder bergauf und bergab. An einigen Anstiegen mussten wir mit den Mountainbikes ordentlich treten – dafür machten gerade die Abfahrten und schmaleren Passagen richtig Spaß.
Der Radweg folgte Arrow und Kawarau River und führte uns über mehrere Hängebrücken. Besonders schön fanden wir die Blicke von oben auf das türkisblaue Wasser zwischen den steilen, bewachsenen Hängen.

Treffen sich zwei Baby-Alpakas mit zwei Mountainbikern …
Unterwegs kamen wir außerdem an einer Alpaka-Farm vorbei. Direkt am Zaun standen zwei Baby-Alpakas mit riesigen dunklen Augen. Natürlich war ausgerechnet der Futterspender leer und wir hatten selbst auch nichts Passendes dabei. Wie schade!

Kawarau Bridge: Bungee-Jumping über dem Kawarau River
Einige Kilometer später erreichten wir die Kawarau Bridge.
Hier eröffnete 1988 der weltweit erste kommerzielle Bungy-Spot. Auch bei unserem Besuch sprangen immer wieder Menschen von der Brücke Richtung Kawarau River
Spannend zu beobachten!
Doch so langsam knurrte der Magen und wir waren neugierig auf die Weingüter. Nach der Brücke erreichten wir die ersten Weinberge.

Gibbston Tavern: Pizza, Burger und Wein
Unser erster Halt war die Gibbston Tavern. Nach rund 15 Kilometern auf dem Mountainbike kam die längere Pause genau richtig.
Die kleine Taverne liegt direkt unterhalb der Berge. Davor standen breite Holzbänke und Tische unter großen Sonnenschirmen auf einer Wiese. Wir waren fast die einzigen Gäste und suchten uns einen schattigen Platz draußen.
Der Besitzer empfing uns super herzlich und empfahl uns zwei Weine, die uns richtig gut gefielen. Dazu bestellten wir Pizza aus dem Holzkohleofen und einen hausgemachten Burger mit Chunky Fries.

Mt Rosa & Brennan Wines: Weitere Stopps im Gibbston Valley
Wir hätten problemlos länger in der Gibbston Tavern sitzen können, wollten aber noch weitere Weingüter ausprobieren.
Also wieder aufs Mountainbike.
Unser nächster Stopp war Mt Rosa Wines. Die Strecke dorthin war kurz, ging zum Schluss aber noch einmal bergauf – nach den bisherigen Fahrradkilometern merkten wir das durchaus in den Beinen.
Bei Mt Rosa war deutlich mehr los als zuvor in der Taverne. Mehrere Gruppen machten gerade eine Weinprobe und entsprechend voll war es. Dafür fanden wir hier unseren Lieblingswein des Tages: einen Rosé, von dem wir später noch eine Flasche für einen unserer Camper-Abende mitnahmen.
Nach einem Glas ging es noch einmal aufs Fahrrad. Viel Zeit blieb uns allerdings nicht mehr, denn um 16:30 Uhr wurden wir an der Gibbston Tavern wieder abgeholt. Für einen letzten Stopp reichte es aber noch: Brennan Wines lag nur wenige Minuten entfernt.
Hier machten wir dann eine Weinprobe mit drei unterschiedlichen Weinen. Die Atmosphäre war top, wir saßen draußen direkt neben den Weinreben.
Danach radelten wir zurück zur Gibbston Tavern, dem Treffpunkt für die Abholung. Am Ende kamen wir an diesem Tag auf rund 23 Kilometer mit dem Mountainbike.

Auf dem Rückweg im Van schnackten wir mit einem australischen Ehepaar, das seinen 40. Hochzeitstag in Neuseeland feierte. Die beiden schwärmten von Tasmanien und versorgten uns direkt mit Tipps – praktisch, denn eine Camper-Tour durch Tasmanien steht bei uns ohnehin weit oben auf der Bucket List.
Abends fielen wir in unserem Camper super müde, aber absolut glücklich (und auch ein bisschen weinselig) ins Bett.
Wie viele Tage für Queenstown?
Für Queenstown selbst reicht aus unserer Sicht ein voller Tag, wenn du das Zentrum, den Lake Wakatipu, die Aussicht von Bob’s Peak und einen kurzen Spaziergang miteinander verbinden möchtest.
Mit zwei vollen Tagen kannst du zusätzlich eine größere Aktivität oder einen Ausflug in die Umgebung einplanen. Bei uns war das die Fahrradtour durch das Gibbston Valley.
Drei bis vier Tage passen besser, wenn du längere Wanderungen wie Queenstown Hill oder Ben Lomond machen, mehrere Adventure-Aktivitäten ausprobieren oder weitere Ziele rund um Queenstown besuchen möchtest.
Für unsere vierwöchige Neuseeland-Rundreise würden wir wieder bei zwei Tagen bleiben: ein Tag in Queenstown und ein Tag für die Umgebung.
Lohnt sich Queenstown? Unser Fazit
Queenstown hat uns gut gefallen. Während wir an vielen anderen Orten aber gerne länger geblieben wären, haben zwei Tage hier absolut gereicht.
Wir wollten in Neuseeland vor allem Landschaft erleben und möglichst viel draußen unterwegs sein. Queenstown ist wunderschön zwischen Lake Wakatipu und Bergen gelegen, war für unseren Geschmack aber deutlich touristischer und voller als viele andere Stopps auf unserer Route.
Trotzdem würden wir die Region wieder einplanen – vor allem wegen unserer Fahrradtour von Arrowtown ins Gibbston Valley. Die Strecke entlang der Flüsse, über Hängebrücken und später durch die Weinberge würden wir genauso noch einmal fahren.
Dafür musst du allerdings nicht zwingend direkt in Queenstown übernachten. Wenn dir – wie uns – Landschaft und Aktivitäten wichtiger sind als Restaurants, Bars und das lebhafte Zentrum, kannst du auch gut eine Unterkunft oder einen Campingplatz in der Umgebung wählen und Queenstown von dort aus besuchen.
Für uns war Queenstown deshalb ein schöner Stopp auf der Südinsel, aber nicht einer unserer absoluten Lieblingsorte in Neuseeland.
Anschließend führte unsere Rundreise weiter Richtung Fiordland zum Milford Sound.
Diese Blog-Beiträge könnten dir auch gefallen:
Transparenz-Hinweis:
Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst oder buchst, erhalten wir eine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Du erkennst diese Links am Sternchen (*). Wir empfehlen nur Produkte und Unternehmen, von denen wir selbst überzeugt sind. Mit deiner Buchung oder deinem Kauf unterstützt du Fernfreude und hilfst uns dabei, den Blog weiterzuentwickeln. Vielen Dank! ![]()








