Rotorua Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights – Te Puia & Redwoods (inkl. Tipps)
Schwefelstadt, Geysire & Maori-Kultur

Wenn du auf Rotorua zufährst, siehst du schon von weitem dichte Nebelschwaden über der Landschaft hängen. Und es dauert nicht lange, bis auch deine Nase merkt, dass du den berühmten Thermalquellen näher kommst. Nicht umsonst trägt Rotorua den Spitznamen „Schwefelstadt“: Der Geruch erinnert tatsächlich ein bisschen an faule Eier. Wir haben uns erstaunlich schnell daran gewöhnt.
Trotz Dauerregen am vierten Tag unserer Neuseeland-Reise war unsere Vorfreude riesig. Schließlich ist Rotorua bekannt für seine Geysire, Schlammpools und heißen Quellen und gleichzeitig eines der wichtigsten Zentren der Māori Kultur. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Unser erster Stopp führte uns nicht nur mitten in eine rauchende Vulkanlandschaft, sondern auch zu unserer ersten Begegnung mit einem Kiwi.
Dabei hat Rotorua noch deutlich mehr zu bieten. Neben den Thermalgebieten kannst du zwischen riesigen Redwoods spazieren, Seen besuchen und verschiedene Orte kennenlernen, an denen du mehr über die Kultur der Māori erfährst. Für Rotorua würden wir mindestens zwei volle Tage einplanen. Mit drei Tagen hast du zusätzlich Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten rund um die Stadt oder einen Ausflug nach Hobbiton.
In diesem Beitrag zeigen wir dir unsere schönsten Rotorua Sehenswürdigkeiten, unsere persönlichen Erfahrungen und wie du zwei oder drei Tage in Rotorua planen kannst.
Wie viele Tage für Rotorua? Unser Vorschlag für 2 bis 3 Tage
Für Rotorua würden wir mindestens zwei volle Tage einplanen. So hast du genug Zeit für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, ohne mehrere Thermalgebiete an einem Tag abzuarbeiten.
Tag 1: Te Puia und Redwoods
Starte mit Te Puia und fahre anschließend zum Whakarewarewa Forest. Dort kannst du kostenlos durch den Redwood Wald laufen und zusätzlich den Treewalk machen. Besonders schön ist der Treewalk auch am Abend, wenn die Laternen zwischen den Bäumen leuchten.
Tag 2: Thermalgebiet und Rotorua
Am zweiten Tag kannst du mit Wai O Tapu oder dem Waimangu Volcanic Valley ein weiteres Thermalgebiet besuchen. Wenn noch Zeit bleibt, bietet sich der kostenlose Kuirau Park direkt in Rotorua an.
Tag 3: Hobbiton oder mehr Zeit rund um Rotorua
Bei drei Tagen kannst du einen Ausflug nach Hobbiton einplanen. Von Rotorua fährst du rund eine Stunde nach Matamata. Wenn Hobbiton ohnehin auf deiner weiteren Route liegt, kannst du es stattdessen als Zwischenstopp einbauen und den zusätzlichen Tag für Rotorua nutzen.
Wo übernachten in Rotorua?
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, hast du in Rotorua die Wahl:
Entweder direkt in der City wohnen und das besondere Feeling der Schwefelstadt mitnehmen, oder etwas außerhalb mit Blick auf den See die wunderschöne Natur genießen.
Auch für Camper und Zeltreisende gibt es in der Region mehrere Campingplätze und Holiday Parks in der wunderschönen Natur und mit guter Lage zu den wichtigsten Attraktionen.
Hotels und Ferienunterkünfte in Rotorua
Diese Hotels und Unterkünfte in und rund um Rotorua sind aufgrund ihrer Lage und Ausstattung empfehlenswert:
Tipp für Unterkünfte in Rotorua
Rotorua ist vor allem in der neuseeländischen Hauptsaison sehr gefragt. Die gut gelegenen Hotels, Ferienunterkünfte und Campingplätze sind dann oft schnell ausgebucht. Wenn du in den Sommermonaten oder zu Ferienzeiten reist, lohnt es sich, Unterkünfte frühzeitig zu reservieren.
Te Puia in Rotorua: Maori-Kultur & Pōhutu Geysir
Unser erster Stopp in Rotorua führte uns ins Te Puia Geothermal Valley – einen für die Maori, die indigene Bevölkerung Neuseelands, besonders bedeutenden kulturellen Ort. Der Eintritt ist hier mit einer geführten Tour durch das Te Puia Maori Arts and Crafts Institute verbunden, bei der man spannende Einblicke in Kunsthandwerk, Traditionen und die Geschichte der Maori erhält.
Te Puia zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um Rotorua. Es werden verschiedene Touren in unterschiedlicher Länge angeboten, und wir konnten kurzfristig noch ein Ticket ergattern. Besonders schön fanden wir, dass man mit dem Eintrittspreis gleichzeitig eine gemeinnützige Organisation unterstützt, die sich aktiv für den Erhalt der maorischen Kultur einsetzt.
Spannende Einblicke in die Handwerkskunst der Maori

Zu Beginn der Tour wurden wir durch die drei verschiedenen Kunsthandwerksschulen geführt: Holzschnitzerei, Jade-, Knochen- und Steinverarbeitung sowie Weberei. Wir konnten den angehenden Maori-Künstlern direkt bei der Arbeit zusehen und erleben, mit wie viel Geduld und Präzision hier traditionelle Techniken weitergegeben werden.
Besonders schön fanden wir, dass wir uns mit ihnen über die Bedeutung der Symbole und Formen austauschen konnten – so bekamen die Kunstwerke noch einmal eine ganz andere Tiefe und Geschichte.
Kiwis in Rotorua sehen: Unser Besuch im Kiwi Conservation Centre
Nach dem Rundgang durch das Institute ging es wieder nach draußen (in den Regen!) – zu einem kleinen, unscheinbaren Häuschen. Unser Tourguide überraschte uns mit der Info, dass der nächste Stopp das Kiwi Conservation Centre sei. Wir wussten nicht, dass dies Teil der Tour ist, und waren sofort neugierig darauf, eines der seltenen flugunfähigen Tiere Neuseelands aus nächster Nähe zu sehen.
Der Guide erklärte uns, dass Kiwis für die Maori heilige Tiere sind und dass auf das Fotografieren der Tiere hohe Strafen stehen sollen. Ob das wirklich stimmt, wissen wir nicht – aber ich habe noch nie so viele Reisende gleichzeitig hastig ihre Kameras und Smartphones wegstecken sehen wie in diesem Moment.
Da Kiwis nachtaktiv sind, war es im Inneren des Hauses fast vollständig dunkel, nur ein schwaches Rotlicht erhellte den Raum. Entlang einer großen Glasscheibe beobachteten wir das Gehege, das aus Sträuchern und erdigem Untergrund bestand.
Und plötzlich passierte es:
Zwei Kiwis huschten kurz hinter den Büschen hervor und begannen, im Boden nach Futter zu graben. Sie waren deutlich größer – und viel „borstiger“ – als ich sie mir vorgestellt hatte!
Pōhutu Geysir in Rotorua: Beeindruckendes Naturspektakel im Thermal Valley in Neuseeland
Nach dieser tollen Überraschung ging es – natürlich immer noch im Regen – weiter mit der Führung im Thermal Valley. Dort sahen wir zum ersten Mal den Pōhutu Geysir, das wohl bekannteste Naturhighlight in Te Puia.
Er ist der größte Geysir der Südhalbkugel und gehört zu den aktivsten in ganz Neuseeland. Bis zu 20-mal täglich bricht der Geysir auf ganz natürliche Weise aus – ohne künstliche Auslöser oder Hilfsmittel wie Seife oder Chemikalien. Im Gegensatz dazu wird der bekannte Lady-Knox-Geysir im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland täglich gezielt ausgelöst, damit Besucher das Naturschauspiel zu einer festen Uhrzeit erleben können.
Wir hatten jedenfalls das große Glück, den Pōhutu Geysir sprudeln zu sehen.
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Nach dem Aussichtspunkt am Pōhutu Geysir endete die geführte Tour und wir konnten das Te Puia Geothermal Valley auf eigene Faust erkunden. Über gut ausgebaute Holzstege führt der Weg vorbei an dampfenden Thermalquellen, brodelnden Schlammpools und kleinen Kratern, aus denen immer wieder heiße Dampfschwaden aufsteigen.
Besonders schön fanden wir, dass sich der Pōhutu Geysir dabei immer wieder aus neuen Perspektiven zeigt – mal ganz nah, mal etwas weiter entfernt mit Blick über das gesamte Thermalgebiet. So wirkt jede Ecke ein bisschen anders.
Wir fühlten uns in dieser Landschaft oft wie auf einem fremden Planeten und haben den Spaziergang durch die blubbernden und rauchenden Thermalfelder sehr genossen. Plane für diesen Teil ruhig noch einmal 30 bis 60 Minuten extra Zeit ein – es lohnt sich, alle kleinen Abzweigungen zu gehen und immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Tour-Optionen in Te Puia – welche Erlebnisse gibt es?
Neben der normalen geführten Tour durch das Geothermal Valley gibt es in Te Puia auch Erlebnisse, die Kultur und Kulinarik mit einbeziehen:
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Standard-Führung durch Te Puia*
Geführter Rundgang durch Thermalgebiet, Maori Arts and Crafts Institute und Kiwi Conservation Centre mit Erklärungen zur Kultur und Natur. -
Geführte Tour mit traditionellem Haka-Tanz*
Kombination aus Geothermal-Führung und kultureller Vorführung mit Gesang, Tänzen und dem berühmten Haka. -
Abendtour mit Hangi-Essen & Performance*
Geführter Rundgang bei Nacht, traditionelle Maori-Show und gemeinsames Abendessen aus dem Erdofen (Hangi).
Wir haben die Standard-Tour gemacht, weil die Tour mit dem Haka-Tanz leider ausgebucht war. Die Standard-Tour kannst du auch kurzfristig noch buchen, die anderen beiden Erlebnisse sind oft einige Tage oder Wochen (vor allem in der Hauptsaison) im Voraus ausgebucht – daher am besten vorher schon Tickets besorgen.
Der Whakarewarewa Forest in Rotorua
The Redwoods: Spaziergänge zwischen Mammutbäumen und Farnen
Rund um Rotorua gibt es so viele unterschiedliche Landschaften, dass wir uns spontan für einen Abstecher in den Whakarewarewa Forest entschieden. Einheimische nennen den Wald einfach nur „The Redwoods“ – und das passt ziemlich gut: Die hoch aufragenden Mammutbäume prägen gemeinsam mit riesigen Farnen das Landschaftsbild und versetzen einen fast in eine andere Welt.
Schon nach wenigen Minuten fühlten wir uns mitten in der Natur. Zwischen den dichten Baumriesen herrscht eine besondere Ruhe, nur unterbrochen vom Rascheln der Farne und dem Knacken der Äste unter den Schuhen. Gerade nach den dampfenden Thermalgebieten rund um Te Puia war der Wald ein wunderschöner Kontrast.

Hoch über den Baumwipfeln der Mammutbäume: der Redwoods Treewalk
Durch den Forest führen zahlreiche Pfade in unterschiedlicher Länge, die häufig als Rundwege („Loops“) angelegt und gut ausgeschildert sind. So kann man ganz entspannt eine kurze Runde drehen oder auch länger durch den Wald spazieren.
Ein zusätzliches Highlight ist der Redwoods Treewalk. Hier läufst du hoch über dem Waldboden schwebend zwischen den mächtigen Mammutbäumen entlang. Auf rund 700 Metern Strecke führen dich 28 Hängebrücken und 27 Plattformen durch die Baumkronen – ein ganz besonderes Naturerlebnis.
Es regnete zwar nach wie vor, aber wir ließen es uns nicht nehmen, auf den Plattformen immer wieder innezuhalten und diese wunderschöne Szenerie aus riesigen Baumstämmen und sattem Grün zu genießen. Gerade die Perspektive von oben macht den Wald noch einmal beeindruckender.
Die Tour kann man auch abends im Dunkeln machen. Dann sorgen zahlreiche Laternen hoch in den Bäumen für ein stimmungsvolles Licht, das den Wald in eine fast magische Atmosphäre taucht – etwas, das wir uns für die nächste Neuseeland-Reise definitiv vorgenommen haben.
Preise für den Redwoods Treewalk (Stand 2026):
Erwachsene zahlen 45 NZD, Kinder von 5 bis 15 Jahren 28 NZD. Eine Familienkarte kostet 95 NZD für einen Erwachsenen mit bis zu drei Kindern beziehungsweise 135 NZD für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern. Kinder unter 5 Jahren sind kostenlos.
Auch wenn uns der Preis zunächst recht hoch erschien, würden wir den Treewalk jederzeit wieder machen. Die besondere Aussicht zwischen den Baumkronen und die ruhige Atmosphäre sind das Geld absolut wert.
Rotorua-Sehenswürdigkeit für Familien
Der Redwoods Treewalk ist auch für Familien geeignet: Für Babys und Kleinkinder gibt es einen speziellen Kinderwagen, der für die Hängebrücken konzipiert wurde und mit dem man bequem den Treewalk als Familie genießen kann.
Tipp für schlechtes Wetter in Rotorua
Der Treewalk ist auch bei Regen sehr gut machbar. Die dichten Baumkronen schützen überraschend gut vor Nässe, sodass man selbst bei schlechtem Wetter entspannt unterwegs sein kann. Für uns war es trotz Regen eines der schönsten Naturerlebnisse in Rotorua.
Hobbiton als Ausflug ab Rotorua
Weil Rotorua sehr zentral auf der Nordinsel liegt, kannst du von hier gut einen Ausflug nach Hobbiton bei Matamata einplanen. Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde. Wir besuchten das Filmset ebenfalls auf unserer Route ab Rotorua. Unsere komplette Erfahrung, aktuelle Preise und Tipps zur Buchung findest du in unserem separaten Hobbiton Beitrag.

Camper Tipp:
Auf dem Weg Richtung Matamata übernachteten wir am TECT Park Freedom Campsite. Dort entdeckten wir zum ersten Mal KiwiCamp. Der Servicebereich bietet unter anderem Toiletten, Duschen, Waschmaschine und Küche. Für einige der Einrichtungen brauchst du KiwiCash. Wenn du ebenfalls mit dem Camper zwischen Rotorua und Matamata unterwegs bist, kannst du den Platz gut als Zwischenstopp nutzen.
Wai-O-Tapu Thermal Wonderland

Farbenfrohe Kraterseen & Geysire bei Rotorua
Da unsere Hobbiton-Tour früher als geplant startete und wir anschließend noch viel Zeit übrig hatten, entschieden wir uns spontan, noch einmal zurück Richtung Rotorua zu fahren, um ein weiteres bekanntes Geothermalgebiet zu besuchen: den Wai-O-Tapu Thermal Wonderland Park.
Besonders gespannt waren wir auf die farbenfrohen Kraterseen, die dampfenden Quellen und vor allem auf den berühmten Champagne Pool mit seiner leuchtend orangefarbenen Umrandung. Leider kamen wir am Nachmittag genau zehn Minuten zu spät am Eingang an. Vor Ort erfuhren wir, dass der Park seine Öffnungszeiten inzwischen geändert hatte – und die Zeiten aus unserem Reiseführer nicht mehr aktuell waren. Selbst unsere süßesten Hundewelpen-Blicke halfen diesmal nichts.
So blieb uns das Naturspektakel an diesem Tag leider verwehrt und wir waren zunächst etwas enttäuscht. Nach kurzer Zeit konnten wir aber schon wieder darüber lachen und meinten, dass wir dann eben noch einmal nach Neuseeland kommen müssten.
Planungstipp für Sehenswürdigkeiten in Rotorua
Plane Sehenswürdigkeiten mit Eintritten lieber am Vormittag oder Mittag ein, einige Attraktionen schließen schon am frühen Nachmittag. Checke vorher am besten die aktuellen Öffnungszeiten online.
Noch einmal zu den Redwoods und weiter Richtung Waitomo
Vom Vortag wussten wir bereits, wie schön der Redwood-Wald in der Nähe von Rotorua ist, und steuerten ihn deshalb noch einmal gezielt an. Diesmal entschieden wir uns für einen entspannten 4-Kilometer-Loop-Trail, der uns durch die beeindruckende Waldlandschaft mit riesigen Farnen und hohen Mammutbäumen führte – ein bisschen wie ein Spaziergang durch den Dschungel.
Gerade für eine kurze Wanderung oder als ruhigen Ausgleich zu den vielen Sehenswürdigkeiten in Rotorua eignet sich dieser Weg perfekt.
Am frühen Abend machten wir uns dann mit unserem Wohnmobil – ein wenig wehmütig – auf den Weg zu unserem nächsten Übernachtungsplatz: dem Juno Hall Backpackers in Waitomo.
Denn für den folgenden Tag hatten wir bereits das nächste Highlight geplant: einen Besuch der Glühwürmchen-Höhlen von Waitomo, auf den wir uns riesig freuten.
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