Abel Tasman Nationalpark in Neuseeland: Highlights, Touren & unsere Tipps
Der Abel Tasman Nationalpark im Norden der Südinsel war eines unserer Highlights in Neuseeland. Nach Bergen, Vulkanen und dramatischen Küsten fühlte sich die Landschaft hier für uns fast tropisch an: goldene Strände, türkisfarbenes Wasser und dichter Küstenwald.
Wir verbrachten drei Nächte in Mārahau und zwei volle Tage im Abel Tasman Nationalpark. Dabei kombinierten wir Kajak, Wassertaxi und Wanderungen auf dem Coast Track und besuchten den berühmten Split Apple Rock. Hier zeigen wir dir unsere persönlichen Highlights und geben dir praktische Tipps für deinen Besuch.
Abel Tasman Nationalpark: unsere Tipps auf einen Blick
- Zeit: Wir empfehlen mindestens zwei volle Tage, wenn du nicht nur wandern, sondern den Park auch vom Wasser aus erleben möchtest.
- Ausgangspunkt: Wir würden wieder in Mārahau übernachten: Von dort konnten wir direkt loswandern und unsere Kajak- und Wassertaxi-Tour starten.
- Unser Highlight: Die Kombination aus Wassertaxi, Kajaktour und Wanderung von Bark Bay nach Anchorage.
- Wandern: Du musst nicht den kompletten Coast Track laufen. Auch einzelne Tagesetappen lohnen sich.
- Touren: Den Park kannst du per Kajak, Wassertaxi oder Boot erkunden – besonders schön fanden wir die Kombination mit einer Wanderung.
- Camping: In der Hauptsaison solltest du einen Stellplatz rund um Mārahau möglichst früh reservieren.
- Gezeiten: Informiere dich vor Wanderungen über Ebbe und Flut, da einige Streckenabschnitte und Abkürzungen gezeitenabhängig sind.
Mārahau: das Tor zum Abel Tasman Nationalpark
Mārahau ist ein kleines Dorf direkt an der Tasman Bay und das südliche Eingangstor zum Abel Tasman Nationalpark. Für uns war der Ort der perfekte Ausgangspunkt: Wir konnten den Coast Track direkt zu Fuß erreichen und auch unsere Kajak- und Wassertaxi-Tour startete hier.
Kurz vor Mārahau hielten wir an und genossen diese traumhafte Aussicht auf den Strand und die langsam untergehende Sonne.

Anreise von Picton nach Mārahau: Malerische Küstenfahrt
Nach unserer Fährüberfahrt fuhren wir von Picton über den Highway 6 Richtung Mārahau. Für die Strecke benötigten wir mit mehreren Fotostopps etwa vier Stunden.
Die Fahrt selbst war bereits ein Erlebnis: Die Route führt zunächst durch bergige Landschaft und später entlang der Tasman Bay. Wenn es zeitlich passt, würden wir die Strecke deshalb wieder bei Tageslicht fahren.
Camping im Abel Tasman Nationalpark: unser Tipp in Mārahau
Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, lohnt es sich, direkt in oder rund um Mārahau zu übernachten. Gerade während der neuseeländischen Hauptsaison von Dezember bis Februar würden wir einen Campingplatz früh reservieren.
Wir übernachteten im The Barn Cabins & Camp* und waren sofort begeistert. Unser Stellplatz lag auf einer idyllischen Wiese mit Schäfchen, nur wenige Meter vom Strand und vom Eingang zum Nationalpark entfernt.
Dazu kamen liebevoll gestaltete Küchen- und Duschbereiche und eine wunderbar entspannte Atmosphäre.
Kurz: Genau so hatten wir uns Camping in Neuseeland vorgestellt.
Am Abend wurde es langsam dunkel und mein Partner hielt noch die Aussicht auf die Tasman Bay fest. Das Foto zählt bis heute zu meinen Lieblingsbildern unserer Neuseeland-Reise.

Abel Tasman Touren: Kajak, Wassertaxi & Wandern
Den Abel Tasman Nationalpark nur vom Wanderweg aus zu sehen, wäre uns zu wenig gewesen. Viele der schönsten Buchten und Küstenabschnitte lassen sich besonders gut vom Wasser erleben.
Wir entschieden uns deshalb für eine Kombination aus Wassertaxi, Kajaktour und Wanderung – rückblickend genau die richtige Entscheidung.
Wenn du nur begrenzt Zeit hast, sind solche Kombi-Touren* besonders praktisch: Du legst einen Teil der Strecke auf dem Wasser zurück und wanderst anschließend einen Abschnitt des Abel Tasman Coast Tracks.
Unsere Tour durch den Abel Tasman Nationalpark
Mit dem Wassertaxi nach Onetahuti Bay
Unsere eigene Tour begann morgens in Mārahau. Nach einer kurzen Einweisung durch unseren Guide Tom erwartete uns bereits die erste Überraschung: Unser Wassertaxi stand auf einem Trecker.
Damit ging es tatsächlich über den Strand und schließlich direkt ins Wasser. Sobald wir tief genug waren, wurde das Boot abgelassen und unsere Fahrt durch die türkisfarbene Tasman Bay begann.
Nach etwa 20 bis 30 Minuten erreichten wir die Onetahuti Bay, unseren Startpunkt für die Kajaktour.
Kajaktour rund um Tonga Island
Von Onetahuti paddelten wir zunächst Richtung Tonga Island. Die kleine Insel ist unter anderem Heimat von Neuseeland-Pelzrobben. Pinguine bekamen wir zwar nicht zu Gesicht, dafür beobachteten wir zahlreiche Robben, die sich auf den Felsen sonnten.
Fast noch spektakulärer fanden wir den Blick zurück auf die Küste: türkis schimmerndes Wasser, sattgrüner Küstenwald und helle Sandstrände.
Genau für solche Momente würden wir eine Kajaktour im Abel Tasman jederzeit wieder buchen.

Quizfrage: Wie viele Moskitos gibt es in der Mosquito Bay?
Anschließend paddelten wir entlang der Küste Richtung Süden und machten einen Abstecher in die Mosquito Bay. Trotz ihres wenig einladenden Namens war sie für uns eine der schönsten Buchten des Tages.
Unser Guide Tom erzählte uns, der Name habe früher Besucher davon abhalten sollen, dort zu campieren. Ob die Geschichte stimmt, können wir nicht beurteilen – Moskitos sahen wir jedenfalls keine.

Nach ungefähr zwei Stunden im Kajak erreichten wir schließlich Bark Bay und machten dort Mittagspause. Unser Guide hatte den Proviant dabei und niemals schmeckte uns ein Carrot Cake so gut wie dort!
Wandern im Abel Tasman Nationalpark: von Bark Bay nach Anchorage
Von Bark Bay ging es für uns zu Fuß weiter nach Anchorage. Die Strecke war sehr abwechslungsreich: Mal liefen wir über wurzelige Pfade durch dichten Küstenwald und zwischen riesigen Farnen hindurch, mal überquerten wir kleine Hängebrücken oder liefen direkt über den Sand. An einer Stelle mussten wir wegen des steigenden Wasserstands sogar bis zu den Hüften durchs Wasser waten.

Am schönsten fanden wir den Blick von oben auf die Torrent Bay: türkisfarbenes Wasser, der helle Sandstrand und die dicht bewaldeten Hügel dahinter – für uns der schönste Ausblick der ganzen Wanderung.

Viel Zeit zum Trödeln hatten wir allerdings nicht. Am Nachmittag mussten wir unser Wassertaxi in Anchorage erreichen, sodass wir relativ zügig unterwegs waren und uns nur zwei kleinere Pausen gönnten.
Unser Tipp zu Ebbe und Flut: Prüfe vor deiner Wanderung immer die aktuellen Gezeiten. Auf dem Coast Track gibt es tideabhängige Querungen und Abkürzungen. Für einige Abschnitte existieren längere Wege, die unabhängig von der Tide begehbar sind. Die Hinweise entlang des Tracks helfen dir bei der Planung.
Mit dem Wassertaxi zurück nach Mārahau

Wir erreichten Anchorage rechtzeitig und stiegen dort wieder ins Wassertaxi.
Der Name klingt allerdings gemütlicher, als sich die Fahrt für mich anfühlte: Zurück nach Mārahau ging es in einem ordentlichen Tempo über die Tasman Bay.
Für mich war das eher Speedboot als Taxi – aber definitiv ein Erlebnis!
Abel Tasman Coast Track: Wanderung ab Mārahau
Da wir drei Nächte in Mārahau gebucht hatten, blieb uns noch ein zweiter voller Tag im Abel Tasman Nationalpark.
Nach der sportlichen Kombination aus Kajak und Wanderung am Vortag wollten wir es diesmal etwas ruhiger angehen lassen.
Vom Campingplatz waren wir innerhalb weniger Minuten am Beginn des Abel Tasman Coast Tracks und liefen von Mārahau in Richtung Anchorage.
Schon kurz nach dem Start begegnete uns ein Pied Shag, ein neuseeländischer Kormoran, der es sich auf einem Felsen direkt am Wasser bequem gemacht hatte.

Wanderung von Mārahau zur Coquille Bay
Unser Ziel war die Coquille Bay.
Der Weg dorthin führte über gewundene Pfade durch den grünen Küstenwald. Nach knapp einer Stunde erreichten wir die kleine Bucht mit ihrem goldenen Strand.

Wir machten es uns dort gemütlich und genossen die Aussicht. Während mir das Wasser der Tasman Bay deutlich zu kalt war, sprang Thorsten in die Fluten.
Wir hätten problemlos noch länger bleiben können – allerdings kam die Flut immer näher an unsere Handtücher heran und vertrieb uns schließlich vom Strand.
Für einen entspannten zweiten Tag im Abel Tasman war die kurze Wanderung genau richtig.
Neuseeland planen: Unser Reiseführer-Tipp
Für unsere Neuseeland-Reise haben wir den Reiseführer von Reise Know-How* genutzt. Mit vielen Routenvorschlägen und Karten kannst du deine Strecke individuell planen und findest unterwegs schnell Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Unterkünften und Restaurants.
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Split Apple Rock: Highlight im Abel Tasman Nationalpark
Am späten Nachmittag stand noch ein bekanntes Fotomotiv auf unserem Programm: der Split Apple Rock.
Der große Felsen liegt vor der Küste und sieht tatsächlich aus wie ein sauber geteilter Apfel.
Du kannst den Split Apple Rock bei einer Boots- oder Kajaktour* vom Wasser aus sehen oder ihn zu Fuß vom nahegelegenen Parkplatz erreichen.
Split Apple Rock zu Fuß: unsere Erfahrung am Abend

Wir entschieden uns für die Variante zu Fuß und fuhren am frühen Abend mit unserem Camper los.
Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg mit vielen Treppen hinunter zum Strand. Nach ungefähr zehn Minuten standen wir tatsächlich vor dem Split Apple Rock – und hatten den Strand fast für uns allein.
Gerade die späte Uhrzeit machte den Besuch für uns besonders schön.
Wir spazierten noch eine Weile über den Strand, machten unzählige Fotos und hofften sogar auf Pinguine. Die ließen sich an diesem Abend zwar nicht blicken, trotzdem war der Split Apple Rock ein schöner Abschluss unserer Zeit im Nationalpark.
Praktische Tipps für den Abel Tasman Nationalpark
Wie viele Tage solltest du für den Abel Tasman Nationalpark einplanen?
Wenn du wenig Zeit hast, kannst du bereits an einem vollen Tag eine Wanderung mit einer Boots- oder Wassertaxifahrt kombinieren.
Wir würden jedoch zwei volle Tage empfehlen. So kannst du an einem Tag eine größere Tour aus Kajak, Wassertaxi und Wanderung machen und den zweiten Tag für eine entspanntere Wanderung oder weitere Highlights nutzen.
Mit drei Nächten in Mārahau hatten wir dafür genau die richtige Zeit.
Wie funktionieren die Wassertaxis im Abel Tasman Nationalpark?
Wassertaxis verbinden Mārahau und Kaiteriteri mit verschiedenen Buchten entlang des Abel Tasman Coast Tracks.
Dadurch kannst du dich beispielsweise morgens zu einem weiter entfernten Abschnitt bringen lassen, anschließend einige Kilometer wandern und an einer anderen Bucht wieder abgeholt werden.
Gerade in der Hauptsaison würden wir die gewünschten Fahrten vorher reservieren und die Abfahrts- und Abholzeiten genau in deine Wanderplanung einbauen.
Was musst du bei Ebbe und Flut beachten?
Die Gezeiten spielen auf dem Abel Tasman Coast Track eine größere Rolle als auf vielen anderen Wanderwegen.
Einige Querungen und Abkürzungen sind nur rund um die Ebbe möglich. Teilweise gibt es alternative Wege, die du unabhängig von der Tide nutzen kannst.
Informiere dich deshalb vor deiner Tour über die aktuellen Gezeiten und beachte die Hinweise auf den Schildern auf dem Track.
Lohnt sich der Abel Tasman Nationalpark? Unser Fazit
Für uns ganz klar: ja.
Der Abel Tasman Nationalpark unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Landschaften, die wir in Neuseeland erlebt haben. Statt Bergen, Gletschern und Vulkanen erwarten dich hier goldene Strände, dichter Küstenwald und türkisfarbene Buchten.
Besonders gut gefallen hat uns, dass wir den Park auf völlig unterschiedliche Arten erleben konnten: zu Fuß, mit dem Kajak und vom Wassertaxi aus.
Wenn wir unsere Reise noch einmal planen würden, würden wir wieder mindestens zwei volle Tage im Abel Tasman verbringen. Mit drei bis vier Tagen hätten wir aber noch mehr Zeit gehabt, einzelne Buchten und weitere Abschnitte des Coast Tracks zu entdecken.
Nach unseren Tagen im Abel Tasman hieß es für uns dann Abschied nehmen von goldenen Stränden und türkisfarbenem Wasser, denn als Nächstes ging es weiter an die wilde West Coast.
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Hallo Sarah, weißt du noch wie der Anbieter hiess den ihr bei eurer kayak Tour im Abel Tasman hattet.
Hallo Claudia,
wir haben die Tour bei „R & R Kayals Abel Tasman“ gemacht. Kann ich von der Tour und den Guides sehr empfehlen! :-)
Liebe Grüße
Sarah