Malaysia

Erfahrungsbericht: Rapid Shooting zu den Orang Asli im malaysischen Dschungel

2025-09-28T20:24:37+02:00

Während Sarah den Tag leider krank im Tebing Guesthouse* verbringen musste, machte ich mich allein auf den Weg zu einem Ausflug, der eine Mischung aus nasser Wasseraction mit interessanten kulturellen Einblicken werden sollte:

Eine „Rapid-Shooting“-Fahrt mit dem Boot zu den Orang Asli, der indigenen Bevölkerung des Taman Negara Nationalparks.

Dorf der Orang Asil

Die rasante Fahrt

Um 14:30 Uhr ging es los. Ich erschien – ganz gewissenhaft vorbereitet – in Wanderstiefeln, langer Hose und Stulpen, um mich gegen Blutegel zu wappnen.

Doch mein Outfit sorgte für Erheiterung:

Der Guide riet mir freundlich, lieber eine kurze Hose und Flipflops anzuziehen. „You will get wet anyway“, meinte er lachend. Also eilte ich schnell zurück ins Zimmer, zog mich im Rekordtempo um und cremte mich noch eilig mit Sonnencreme ein. Kaum wieder draußen, wartete die kleine Reisegruppe auch schon vor meiner Tür.

Gemeinsam mit einigen anderen bestieg ich am Ufer des Tembeling-Flusses eines der langen, schmalen Holzboote; im Grunde Kanus mit Außenbordmotor.

Kaum hatten wir die Schwimmwesten angelegt, ging es los. Der Guide forderte uns auf, uns nicht auf die Plätze zu setzen, sondern auf dem Boden des Kanus Platz zu nehmen und schnell verstand ich warum.

Mit einem Affenzahn schoss das Boot den Fluss hinunter. Die Fahrer hatten einen Riesenspaß daran, uns durch waghalsige Links-Rechts-Manöver durch die kleinen Stromschnellen zu durchnässen. Das Wasser spritzte hoch, Lachen und Kreischen lagen über dem Fluss.

Ich hatte Glück, ganz vorne zu sitzen und nur etwas „durchnässt“ davonzukommen, die anderen waren binnen Minuten klatschnass.

💡 Tipp

Beim Einsteigen in die Kanus wird man dazu aufgefordert, alle wasserempfindlichen Gegenstände wie Kameras etc. in einen wassergeschützten Beutel zu legen.

Mit einem Smartphone-Band* bleibt Dein Smartphone sicher um Deinen Hals hängen und kann nicht über Bord gehen. Falls Dein Smartphone nicht wasserdicht ist, kannst Du es zudem mit einer wasserdichten Hülle* schützen. So kannst Du tolle Aufnahmen vom angrenzenden Dschungel, Stromschnellen und kleinen Sandbänken machen.

Ankunft im Dorf der Orang Asli

Nach etwa 20 Minuten erreichten wir das Dorf der Orang Asli. „Orang“ bedeutet Mensch, „Asli“ so viel wie ursprünglich, also „die ursprünglichen Menschen“. Sie leben seit Jahrtausenden in dieser Region, traditionell als Nomaden, Jäger und Sammler.

Einblick in Traditionen

Ein älterer Dorfbewohner zeigte uns, wie man mit Holz und einem Seil Feuer entfacht, eine Technik, die er in Sekunden beherrschte.

Vorbereitung der Pfeile durch einen Orang Asli

Ein älterer Dorfbewohner zeigte uns, wie man mit Holz und einem Seil Feuer entfacht, eine Technik, die er in Sekunden beherrschte.

Anschließend durfte jeder mit dem Blasrohr auf eine Kokosnuss zielen. Meine Pfeile landeten kläglich im Gras, andere hingegen trafen erstaunlich gut. Souvenirs wie Mini-Blasrohre oder Ketten aus natürlichem Schaumstoff wurden ebenfalls angeboten.

Zwischen Tradition und Moderne

Die Begegnung bot spannende Einblicke, doch man spürte auch, dass die Kultur im Wandel ist. Viele Jugendliche tragen heute T-Shirts und Flipflops und gehen in staatliche Schulen. Manche Traditionen, wie die Jagd mit Pfeilgift werden immer weniger praktiziert.

Rückfahrt und Fazit

Nach einem Rundgang durch das kleine Dorf ging es wieder zurück aufs Boot und unser Bootsführer sorgte mit noch gewagteren Manövern dafür, dass auch der Letzte klatschnass wurde. Trotz der Hitze von über 35 Grad war die Fahrt damit eine willkommene Abkühlung.

Die Tour bietet insgesamt eine spaßige Mischung aus Action, Abkühlung und kulturellem Einblick. Man sollte sich keinen allzu tiefen Einblick in die indigene Kultur erhoffen, doch als actionreiche „Rapid Shooting“-Tour mit Begegnung bei den Orang Asli lohnt sie sich allemal.

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