Vietnam-Rundreise 3 Wochen: Route, Tipps & Highlights
3 Wochen. 4 Freundinnen. 8 Stationen und so viele Erlebnisse:
Eine Nacht auf dem Schiff in der Halong-Bucht. Fahrradtouren durch Reisfelder und an den Strand. Tuk Tuk-Abenteuer in quirligen Städten. Eine Kajaktour zwischen Kalksteinfelsen. Und eine Nachtzugfahrt, bei der wir kaum geschlafen haben und die uns damals wirklich Nerven gekostet hat.
Unsere Vietnam Rundreise führte uns von Hanoi im Norden bis ins Mekong-Delta im Süden. Dabei haben wir viele der bekannten Highlights erlebt: das quirlige Hanoi, die Halong-Bucht, die Kaiserstadt Hue, Hoi An, Ho-Chi-Minh-Stadt und das grüne Mekong-Delta.
Vietnam war für uns laut, bunt, manchmal chaotisch und voller Momente, die hängen geblieben sind. Genau deshalb ist diese Reise bis heute eine, über die wir immer wieder sprechen.
In diesem Beitrag zeige ich dir unsere Route für 3 Wochen Vietnam von Nord nach Süd, welche Stationen sich besonders gelohnt haben und was ich mit etwas Abstand heute anders planen würde.
Unsere Vietnam-Rundreise in 3 Wochen im Überblick
Unsere Route führte uns in 3 Wochen einmal durch Vietnam, von der Hauptstadt Hanoi im Norden bis ins Mekong-Delta im Süden:

| Wo? | Was? |
|---|---|
| Hanoi | Ankommen im Rollerchaos, Altstadt, Garküchen, vietnamesischer Kaffee und Wasserpuppentheater |
| Halong-Bucht | Übernachtung auf dem Schiff, Karstfelsen und Kajaktour bei Sonnenuntergang |
| Nachtzug nach Hue | eine lange Nacht auf Schienen von Nord nach Zentralvietnam |
| Hue | Kaiserstadt, Zitadelle und Drachenbootfahrt auf dem Parfümfluss |
| Hoi An | Laternen, Altstadt, Cafés, Märkte, Maßkleidung, Fahrradtour und Strandtag |
| Quy Nhon | Strand und Entspannung |
| Nha Trang | Besichtigung Po Nagar (historischer Tempelkomplex mit Cham-Türmen) |
| Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) |
Märkte, Rooftops, Großstadtgefühl und Genuss |
| Mekong-Delta | Bootstour, schwimmende Märkte, Fahrradtour und grüne Flusslandschaft |
Diese 3-Wochen-Reise durch Vietnam war sehr abwechslungsreich. Wir haben Großstadt, Kultur, Natur, Küste, Tempel, Märkte, Bootstouren und Flusslandschaften miteinander kombiniert.
Rückblickend würde ich die Route sehr ähnlich planen – mit diesen Ausnahmen:
- In Hoi An würde ich einen Tag mehr verbringen. Die Stadt ist zwar recht touristisch, aber dennoch mit Cafés und Altstadt charmant und du kannst hier wunderbar ein paar Strandtage einbauen
- Im Mekong-Delta würde ich ebenfalls mehr Zeit für Aktivitäten einplanen.
- Die Halong-Bucht würde ich wahrscheinlich durch Cat Ba oder Lan Ha Bay ersetzen, weil es dort ruhiger ist.
- Nha Trang würde ich durch Ninh Binh ersetzen, um mehr landschaftliche Vielfalt zu haben.
Reiseroute Vietnam 3 Wochen: So würde ich die Tage heute aufteilen
Für eine Vietnam Rundreise von Nord nach Süd sind 3 Wochen ein guter Zeitraum, aber die Route ist sportlich. Vietnam zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer von Norden nach Süden. Wenn du Hanoi, Zentralvietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt und das Mekong-Delta miteinander verbindest, sitzt du zwischendurch einige Stunden im Auto, Bus oder im Zug.
Die Reiseroute für 3 Wochen in Vietnam würde ich ungefähr so planen:
| Wo? | Wie lange? |
|---|---|
| Hanoi | 3 Nächte |
| Ninh Binh | 2 Nächte |
| Halong-Bucht oder Cat Ba mit Lan Ha Bay |
2 Nächte |
| Hue | 2 Nächte |
| Hoi An | 3-4 Nächte |
| Quy Nhon | 2-3 Nächte |
| Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) |
3 Nächte |
| Mekong Delta | 3 Nächte |
| Transfer nach Saigon für Rückflug |
1 Nacht |
3 Wochen-Route durch Vietnam – unsere Orte von Nord nach Süd
Damit du unsere Route von Nord nach Süd besser einordnen kannst, nehme ich dich jetzt mit durch die einzelnen Orte unserer Vietnam Rundreise.
Ich zeige dir, was wir dort erlebt haben, welche Aktivitäten ich besonders empfehlen würde und worauf ich bei Unterkunft und Lage* achten würde.
3 Wochen-Route durch Vietnam im Überblick:
Hanoi
Unsere Vietnam-Rundreise startete in Hanoi.
Hanoi war für uns der direkte Sprung ins vietnamesische Großstadtleben. Roller überall, kleine Garküchen am Straßenrand, enge Gassen, niedrige Plastikhocker, viel Lärm und mittendrin wir.
Am Anfang fühlte sich schon das Überqueren der Straße wie eine kleine Mutprobe an. Irgendwann verstanden wir das Prinzip: ruhig losgehen, gleichmäßig weiterlaufen und nicht hektisch werden. Die Roller fahren dann um dich herum.
Unser erster vietnamesischer Kaffee mit Kondensmilch und Eis war eher speziell, aber nach dem langen Flug ein guter Wachmacher. Die erste Garküche war dagegen sofort ein Volltreffer.
In Hanoi waren wir außerdem im Wasserpuppentheater. Diese traditionelle Kunstform gibt einen ganz besonderen Einblick in vietnamesische Kultur. Wenn du zum ersten Mal in Vietnam bist, würde ich dafür einen Abend einplanen.
Was du in Hanoi sehen kannst
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hanoi sind der Hoan-Kiem-See mit dem Ngoc-Son-Tempel, der Literaturtempel, der Ho-Chi-Minh-Komplex mit dem Mausoleum, der Ba-Dinh-Platz und das Ho-Chi-Minh-Museum sowie die Altstadt mit ihrem historischen Charme und lebhaften Straßen.
Tipp Nr. 1:
Wir haben uns super gerne am Hoan-Kiem-See aufgehalten. Im Zentrum der Altstadt gelegen befindet sich mitten auf dem See auf einer kleinen Insel der Ngoc-Son-Tempel, auch als Tempel der Jadeberginsel bekannt. Dieser Tempel ist über die Huc-Brücke erreichbar und beherbergt verschiedene Schreine und Altäre. Zudem ist der See von Parkanlagen umgeben, in denen man schön flanieren kann.
Tipp Nr. 2:
Eine Fahrt im Cyclo kostet nicht viel und ist eine tolle Möglichkeit, Hanoi in kurzer Zeit zu erleben. Cyclos sind eine Art von Dreiradtaxi, bei dem der Fahrer das Fahrrad mit einem Sitz für Passagiere vor sich steuert.
Hotel-Tipp für Hanoi
Für den Start deiner Vietnam-Reise ist eine Unterkunft in der Altstadt oder nahe am Hoan Kiem See in Hanoi ideal.
Dort bist du schnell bei vielen Garküchen, Cafés, kleinen Läden und Sehenswürdigkeiten. Achte bei der Buchung aber auf Bewertungen zur Lautstärke, denn Hanoi kann in dieser Gegend ziemlich trubelig sein.
Diese Hotels passen gut, wenn du Hanoi zentral erleben und trotzdem einen schönen Rückzugsort haben möchtest:
Preis-Leistungs-Tipp: Ficus Suites*
⭐ 9,1 bei Booking.com
📍 Lage: 9,3
💶 ab 27 € pro Nacht
📍 Hoan Kiem, Hanoi
🍽️ Studio oder Apartment mit Küche
In den Ficus Suites wohnst du in Hoan Kiem in einem Studio oder Apartment mit eigener Küche. Das passt besonders gut, wenn du in Hanoi etwas mehr Platz möchtest und nach dem langen Flug nicht nur ein kleines Hotelzimmer haben willst.
Die Unterkunft liegt zentral*, aber etwas ruhiger in einer Seitenstraße. Altstadt, Hoan-Kiem-See und Cafés erreichst du gut zu Fuß.
Ninh Binh
Ninh Binh war bei unserer damaligen Vietnam Rundreise nicht dabei. Heute würde ich den Stopp in die Route einbauen.
Die Region liegt südlich von Hanoi und bringt viel Landschaft in deine Reise: steile Karstfelsen, grüne Reisfelder, Flüsse, Höhlen, Tempel und kleine Orte zwischen den Felsen.
Besonders bekannt sind Tam Coc und Trang An. Dort fährst du mit kleinen Booten durch Flusslandschaften, vorbei an Felsen, Reisfeldern und Höhlen. Dazu kommen Aussichtspunkte wie Hang Mua, die Bich Dong Pagode und die alte Hauptstadt Hoa Lu.
Für eine 3-wöchige Vietnam-Reiseroute würde ich in Ninh Binh 2 Nächte einplanen. Dann hast du Zeit für eine Bootstour, einen Aussichtspunkt und eine kleine Runde mit dem Fahrrad oder Roller durch die Landschaft.
Hotel-Tipp für Ninh Binh
Für Ninh Binh würde ich keine Unterkunft direkt in der Stadt wählen, sondern eher in Tam Coc oder rund um Trang An.
In Tam Coc wohnst du näher an Cafés, Restaurants und Unterkünften zwischen Reisfeldern und Karstfelsen. Rund um Trang An ist es etwas ruhiger und landschaftlich besonders schön, vor allem wenn du nah an den Bootstouren und Felsen wohnen möchtest.
Diese Unterkünfte passen gut, wenn du Ninh Binh mit Bootstour, Aussichtspunkt und kleinen Wegen durch die Landschaft erleben möchtest.
Halong-Bucht oder Lan Ha Bay
Nach 2 Tagen Hanoi erwartete uns das Kontrastprogramm:
Die atemberaubende Halong-Bucht.
Wenn du schon einmal Bilder aus Vietnam gesehen hast, dann ganz sicher auch von dieser wunderschönen Meereslandschaft.
Was uns erwartete:
Eine Nacht auf einer Dschunke, die uns mitten durch die Buchten fahren würde und auf der wir den Sonnenuntergang zwischen den Felsen beobachten konnten. Dies war – einstimmig – das landschaftliche Highlight dieser Reise.
Halong-Bucht-Kreuzfahrt
Mit über 1.600 Inseln und Inselchen bietet die Halong-Bucht eine spektakuläre Kulisse für Bootsfahrten. Im Meer aufsteigende Kalksteinfelsen, versteckte Höhlen und smaragdgrünes Wasser sorgen für eine einzigartige Atmosphäre.
Tipp Nr. 1:
Starte am frühen Morgen, damit die Bucht noch nicht so voll ist mit anderen Booten. So hast du den besten Blick auf die Felsen. Vermeide die kleinen „Strände“, die es an manchen Inseln gibt: sie sind komplett überlaufen.
Tipp Nr. 2:
Schau dir die „Höhle der Überraschungen“ an. Diese Höhle beeindruckt durch ihre enorme Größe von über 10.000 Quadratmetern, prächtige Stalaktiten- und Stalagmitenformationen sowie eine Aussichts-Plattform mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die malerische Bucht. Mit kunstvoller Beleuchtung schafft die Höhle eine magische Atmosphäre, an der wir uns gar nicht satt sehen konnten.
Tipp Nr. 3:
Plane eine Kajaktour um die Kalksteinfelsen. Es gibt in der Halong-Bucht diverse Kajak-Anbieter. Wir wurden mit unserer Dschunke direkt zu einem Kajak-Verleih mitten auf dem Wasser gebracht und konnten inmitten dieser wunderschönen Landschaft eine Kajak-Tour um die Felsen machen, während die Sonne langsam unterging. Diese Atmosphäre von Einsamkeit und Friedlichkeit in dieser Szenerie werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.
Lohnt sich die Halong-Bucht noch?
Die Halong-Bucht ist sehr bekannt und an vielen Stellen voll. Gerade kleine Strände oder beliebte Stopps können schnell überlaufen wirken. Die Landschaft bleibt trotzdem wunderschön.
Wenn du die klassische Halong-Bucht erleben möchtest, würde ich eine Tour mit Übernachtung auf dem Schiff wählen. Dann hast du abends und morgens eher die Chance auf ruhigere Momente als bei einem reinen Tagesausflug und das Licht zwischen den Karstfelsen ist wunderschön.
Cat Ba und Lan Ha Bay als Alternative
Eine sehr gute Alternative zur Halong Bucht ist die Lan Ha Bay.
Ausgangspunkt wäre dann die Insel Cat Ba. Die Landschaft ähnelt der Halong-Bucht und viele Touren verbinden hier Bootsfahrt, Kajak und kleine Buchten.
Tipps für die Halong-Bucht oder die Lan Ha Bay
Buche für die Halong-Bucht oder Lan Ha Bay am besten eine Tour mit Übernachtung, damit du die Landschaft auch am Abend und am Morgen erlebst. Achte bei der Buchung darauf, dass die Gruppe nicht zu groß ist, damit es nicht zu hektisch wird. Wir fanden die Kajaktour zwischen den Felsen besonders schön und können sie nur empfehlen: Für einen Moment fühlt es sich wirklich an, als wärst du in einer anderen Welt.
Diese beiden Touren zeigen zwei unterschiedliche Möglichkeiten: einmal die Nacht auf dem Schiff zwischen den Karstfelsen und einmal eine aktivere Tour durch die Lan Ha Bay mit Kajak, Radfahren und Dschungelbungalow:
Vietnam-Zug: Von Hanoi nach Hue
Nach den zwei traumhaften Tagen in der Halong-Bucht ging es für uns im Zug weiter:
Wir kehrten nach Hanoi zurück und stiegen in den Nacht-Zug nach Hue.
Mit dem Zug durch Vietnam: Nacht-Zug nach Hue
Der sogenannte Wiedervereinigungsexpress verbindet Hanoi im Norden mit Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden. Für eine Vietnam-Reise ist der Zug praktisch, weil du eine lange Strecke zurücklegst und eine Hotelnacht sparst.
Unsere Fahrt war allerdings alles andere als erholsam.
Wir hatten zu viert ein kleines Schlafabteil mit schmalen Betten. Ich bin mit meinen 1,79 m recht groß und musste meine Beine anwinkeln, um überhaupt liegen zu können. Geschlafen haben wir kaum.
Denn drei Dinge haben uns wachgehalten:
- ein enorm starkes und lautes Ruckeln
- eine eiskalte Klimaanlage und last but not least
- gefühlte 100 Kakerlaken im Abteil
Würden wir nach dieser Erfahrung wieder mit dem Nachtzug fahren? Vermutlich nicht. Möchten wir dieses Erlebnis in unserem Vietnam-Urlaub missen? Auf keinen Fall!
Kaiserstadt Hue

Nach der Nacht im Zug kamen wir in Hue an. Nach dieser Fahrt fühlte sich schon eine Dusche im Hotel wie Luxus an.
Hue war früher die Hauptstadt des Nguyen-Herrscherhauses. Und das merkst du der Stadt an vielen Ecken an.
Was du in Hue sehen kannst
Das wichtigste Highlight ist die Kaiserstadt mit der Zitadelle. Das Gelände ist groß und besteht aus zahlreichen Toren, Tempeln, Palästen, Gartenanlagen und Teichen.
Schön fanden wir in Hue auch unsere Drachenbootfahrt auf dem Parfümfluss. Wir fuhren mit dem Boot zur Thien-Mu-Pagode und sahen unterwegs viel vom Leben am Fluss.
Tipp Nr. 1:
Plane ausreichend Zeit für die Zitadelle ein. Das Gelände ist sehr weitläufig und vielfältig. Einige Stunden braucht man auf jeden Fall, um die ganzen Tempel, Schreine, Gartenanlagen und Teiche zu besichtigen.
Tipp Nr. 2:
Fahre in einem Drachenboot auf dem Parfümfluss zur Thien-Mu-Pagode. Die Fahrt ist ein Erlebnis: Du siehst viel von der Landschaft und zahlreiche Einheimische auf ihren Booten.
Hoteltipp für Hue
In Hue ist eine möglichst zentrale Lage in der Nähe der Zitadelle und am Fluss ideal. So erreichst du fußläufig schön gelegene Cafés und Restaurants und brauchst nicht lange zu den Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.
Diese drei Unterkünfte passen aus meiner Sicht besonders gut für Hue, je nachdem, ob du möglichst günstig, besonders zentral oder mit Pool wohnen möchtest:
Hoi An

Nach Hue ging es weiter nach Hoi An.
Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stopp an einem Strand bei Da Nang. In Hoi An selbst blieben wir 2 Nächte, und schon nach kurzer Zeit war klar: Das war unsere Lieblingsstadt dieser Vietnam-Rundreise.
Hoi An hat eine besondere Atmosphäre. Gelbe Häuser, bunte Laternen, kleine Cafés, Märkte, Tempel und enge Gassen prägen die Altstadt.
Wir sind durch die Gassen gelaufen, haben Cafés ausprobiert, Märkte besucht und uns Kleidung maßschneidern lassen. Einen Tag sind wir mit dem Fahrrad an den Strand gefahren. Genau diese Mischung aus Altstadt, Genuss, Handwerk und Meer mochten wir besonders.
Nach den vielen Erlebnissen war dies eine entspannende Auszeit.
Was du in Hoi An erleben kannst
Hoi An ist berühmt für ihre charmante Altstadt, die als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist. Auch uns begeisterte die gut erhaltene traditionelle Architektur aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Die engen Gassen sind von farbenfrohen Laternen gesäumt, was der Stadt ein romantisches Flair verleiht.
Ob bei Tag oder in der Nacht: Die farbenfrohen Laternen begleiten einen durch die Altstadt und sorgen für eine magische Atmosphäre.
Die Stadt ist aber auch kulturell sehr interessant. In ihr spiegelt sich eine Mischung aus vietnamesischer, chinesischer, japanischer und europäischer Kultur wider, was sich in den Tempeln, Versammlungshäusern und historischen Gebäuden zeigt.
Damit nicht genug: Die Stadt ist auch berühmt für ihre Handwerkskunst, insbesondere maßgeschneiderte Kleidung und Schuhe. Die Märkte bieten eine Vielzahl von lokalen Produkten, Kunsthandwerk und Souvenirs. Wir sind wirklich stundenlang über die Märkte und durch die Gassen gestreift, haben einiges mitgenommen und uns sogar Maßkleider anfertigen lassen. Wirklich cool.
Tipp Nr. 1:
Plane in deinem Vietnam-Urlaub genug Zeit für Hoi An ein. Es ist so viel zu entdecken und neben den kulturellen Gebäuden gibt es so viele kleine charmante Cafés, in denen man die Szenerie in den Gassen beobachten kann. Wie gerne würde ich noch einmal eine frische Kokosnuss schlürfen und dabei einfach auf das bunte Treiben in Hoi An schauen …
Tipp Nr. 2:
In der Nähe von Hoi An liegt der An Bang Beach, ein ruhiger Küstenabschnitt, der eine entspannte Alternative zum geschäftigen Treiben der Altstadt bietet. Traumhafter weißer Sand!
Tipp Nr. 3:
Eine der besten Möglichkeiten, Hoi An zu erkunden, ist mit dem Fahrrad. Die umliegenden Reisfelder und Dörfer bieten eine idyllische Landschaft für Fahrradtouren. Auch wir hatten uns Fahrräder von unserer Unterkunft geliehen und sind damit zum Strand gefahren.
Tipp Nr. 4:
Einmal monatlich findet an Vollmond das Laternenfestival in der Gegend zwischen der Cau An Hoi Brücke (Brücke der Lichter) und der Japanischen Überdeckten Brücke. Auf dem Thu Bon River lassen die Einheimischen Laternen losschwimmen, die die ganze Gegend erleuchten.
Hoteltipp für Hoi An
Für die meisten Reisenden ist eine Unterkunft nahe der Altstadt von Hoi An ideal, weil du Laternen, Märkte, Cafés und Restaurants gut zu Fuß erreichst. Wenn du Hoi An lieber mit ein paar Tagen am Meer verbinden möchtest, kannst du am An Bang Beach wohnen und mit dem Fahrrad in die Altstadt fahren.
Quy Nhon & Nha Trang
Nach Hoi An führte unsere Route weiter an die Küste in Richtung Quy Nhon und Nha Trang.
In Quy Nhon waren wir nur für eine Nacht und haben deshalb leider viel zu wenig von der Stadt gesehen. Rückblickend hätte ich hier gern mehr Zeit gehabt. Rund um Quy Nhon liegen schöne Strände und Buchten wie die Ky Co Bay und die Trung Luong Bay. Dazu kommen beeindruckende Cham-Bauwerke wie die Banh-It-Türme und Thap Doi.
Wenn du zwischen Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt noch ein paar Tage am Meer einbauen möchtest, würde ich auf jeden Fall ein paar Tage in Quy Nhon einplanen. Quy Nhon ist kleiner und ruhiger als Nha Trang, hat schöne Strände und Buchten in der Umgebung und dazu Cham-Bauwerke wie die Banh-It-Türme und Thap Doi.
In Nha Trang haben wir den Tempelkomplex Po Nagar besucht. Er liegt etwas erhöht über der Stadt und ist schon alleine deswegen sehenswert. Du siehst dort mehrere Cham-Türme, die zwischen dem 7. und 12. Jahrhundert entstanden und der Göttin Po Nagar gewidmet sind.
Nha Trang ist deutlich größer als Quy Nhon, hat mehr touristische Infrastruktur, viele Hotels, Restaurants, Bars und einen langen Stadtstrand. Wenn du nicht genau so einen trubeligen Badeort suchst, dann wähle lieber das ruhigere Quy Nhon.
Hoteltipp für Quy Nhon
Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

Unsere nächste Station war für 3 Tage Ho-Chi-Minh-Stadt, früher als Saigon bekannt.
Die Stadt hat uns überrascht:
Wolkenkratzer, Rooftop-Bars, breite Straßen, Märkte, Tempel, koloniale Gebäude und Garküchen liegen hier nah beieinander.
Was du in Ho-Chi-Minh-Stadt erleben kannst
Trotz der Modernität hat sich die Stadt ihre historischen Wurzeln bewahrt. Historische Stätten wie die Notre-Dame-Basilika, das Hauptpostamt und der Unabhängigkeitspalast zeigen, wie wechselhaft die Geschichte Vietnams war. Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Einflüsse. Chinesische Tempel, buddhistische Pagoden und katholische Kirchen prägen das kulturelle Erbe.
Tipp Nr. 1:
Schau dir die Stadt von einer Rooftop-Bar an. Es gibt zahlreiche hoch gelegene Rooftop-Bars mit entspannter Atmosphäre. Sowohl tagsüber als auch abends ein Highlight. Wir waren mehrere Male in der The View Rooftop Bar im Stadtzentrum. Auch empfehlenswert ist die Banana Mama Rooftop Bar & Kitchen Saigon. Wenn du ins Nachtleben eintauchen willst, ist die Bui Vien Street die richtige Adresse!
Tipp Nr. 2:
Die kulinarische Szene ist vielfältig und lecker. Von Garküchen bis hin zu gehobenen Restaurants bietet die Stadt eine breite Palette von Gerichten der vietnamesischen Küche. Probiere dich unbedingt durch – so vielfältig wird es in ganz Vietnam nicht mehr.
Tipp Nr. 3:
Besuche den Ben-Thanh-Markt. Hier kannst du lokale Produkte, Kunsthandwerk und köstliche vietnamesische Straßenspeisen entdecken. Wir haben hier ein paar schöne Souvenirs ergattert, die uns auch heute noch an unseren Vietnam-Urlaub erinnern, wie z. B. handgefertigte Kokosnuss-Schalen mit Mosaik-Steinchen.
Hoteltipp für Ho-Chi-Minh-Stadt
Wenn du viele Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Rooftop-Bars gut erreichen möchtest, dann ist eine Unterkunft in District 1 genau das Richtige.
Vorsicht: Viele günstige Zimmer sind ohne Fenster, daher schau bei der Buchung genau auf die Zimmerbeschreibung, wenn dir das wichtig ist.
Insgesamt sind die Unterkünfte in Ho-Chi-Minh-Stadt etwas hochpreisiger als im restlichen Vietnam. Diese Hotels bieten trotzdem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis:
Mekong-Delta
Unsere letzte Station war das Mekong-Delta.
Diese faszinierende Region im Südwesten Vietnams wird vom Mekong-Fluss und seinen zahlreichen Nebenflüssen durchzogen.

Was du im Mekong-Delta erleben kannst
Das Delta ist von einem dichten Netzwerk von Wasserstraßen durchzogen, darunter Flüsse, Kanäle und Bäche. Die fruchtbaren Ebenen und die üppige Vegetation machen die Landschaft besonders malerisch.
Dies konnten wir bei einer Bootstour über die Flüsse und Kanäle hautnah selbst erleben. Das Wasser war zwar eher bräunlich, die Natur aber umso grüner. Zudem konnten wir zahlreiche traditionelle Dörfer sehen. Denn die Lebensweise der Einwohner ist in dieser Region eng mit dem Fluss verbunden. Die meisten leben von der Fischerei, Landwirtschaft und Handwerkskunst.
Tipp Nr. 1:
Besuche einen der „schwimmenden Märkte“. Hier bieten Händler ihre Waren auf Booten an, z. B. frisches Obst, Gemüse, Fisch und Handwerksprodukte. Ein Spektakel in deinem Vietnam-Urlaub!
Tipp Nr. 2:
Mach eine Fahrrad-Tour! Klingt erstmal komisch bei so viel Wasser, aber die ebene Region eignet sich auch hervorragend zum Radfahren. Wir sind entlang der Flüsse an Reisfeldern und Obstplantagen entlang geradelt. Ein schönes Erlebnis!
Tipp Nr. 3:
Für alle Kulturfans: Die Vinh Trang Pagode ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Mir hat an der buddhistischen Pagode in der Stadt My Tho im Mekong-Delta am besten die liegende Buddha-Statue gefallen:
Hotel-Tipps für das Mekong-Delta
Im Mekong-Delta findest du Flüsse, Kanäle, grüne Ufer und Bootstouren an vielen Orten. Für die Unterkunft kommt es deshalb vor allem darauf an, welchen Schwerpunkt du setzen möchtest.
Can Tho ist besonders praktisch, wenn du den schwimmenden Markt von Cai Rang erleben möchtest. Ben Tre passt gut für Kokospalmen, kleine Wasserwege und Fahrradtouren. Cai Be ist schön, wenn du lieber in einer Lodge zwischen Flussarmen, Gärten und Dörfern übernachten möchtest.
Homestay-Tipp: InnerZen Mekong Riverside Homestay Ben Tre*
⭐ 9,0 bei Booking.com
📍 Lage: 9,1
💶 ab 35 € pro Nacht
📍 Ben Tre
🌿 direkt am Wasser
🚲 Fahrräder inklusive
🍳 Frühstück inbegriffen
Im InnerZen Mekong Riverside Homestay Ben Tre wohnst du direkt am Fluss, mit Terrasse, Grün und einer persönlicheren Atmosphäre als in einem klassischen Hotel*.
Zur Unterkunft gehören kostenlose Fahrräder und Frühstück. Außerdem kannst du über den Homestay Touren und Kochkurse organisieren.
Beste Reisezeit für eine 3 Wochen-Rundreise durch Vietnam
Für eine Vietnam Rundreise von Nord nach Süd bieten sich vor allem die Monate März, April oder November an.
In diesen Monaten hast du gute Chancen, mehrere Regionen gut miteinander zu verbinden: Hanoi, Ninh Binh und die Halong-Bucht im Norden, Hue und Hoi An in Zentralvietnam sowie Ho-Chi-Minh-Stadt und das Mekong-Delta im Süden.
- März und April passen besonders gut, wenn du ein möglichst ausgeglichenes Wetter für das ganze Land suchst. Im Norden ist es dann oft milder als im Winter, Zentralvietnam ist gut bereisbar und im Süden ist es warm.
- November kann ebenfalls gut passen. Der Norden ist dann oft klarer und nicht mehr so heiß, im Süden beginnt die trockenere Zeit. In Zentralvietnam rund um Hue und Hoi An könnte es etwas regnerischer sein.
- Dezember bis Februar kann auch noch gut passen: Im Süden ist es dann oft warm und trocken. Im Norden kann es aber kühl werden, besonders morgens, abends, auf dem Wasser in der Halong-Bucht oder in höher gelegenen Regionen.
- Mai bis Oktober würde ich für diese komplette Route eher meiden. Es kann heiß, schwül und regnerischer werden. Wenn du in dieser Zeit reist, solltest du etwas flexibler planen, damit du kurzfristig auf das Wetter reagieren kannst.
Warst du schon in Vietnam oder planst du gerade deine eigene Rundreise?
Dann schreib deine Fragen, Erfahrungen oder Tipps gerne in die Kommentare.
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