Neuseeland

Milford Sound in Neuseeland: Bootstour, Wanderungen & unsere Tipps

Der Milford Sound in Neuseeland gehörte für uns zu den größten Highlights unserer Reise über die Südinsel. Wir verbrachten zwei Nächte direkt im Fiordland Nationalpark, erkundeten den Fjord bei einer Bootstour und wanderten auf zwei der schönsten Tracks entlang der Milford Road: dem Key Summit Trail und dem Lake Marian Track.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit zu unseren Erlebnissen am Milford Sound und verraten dir unsere Tipps zur Anfahrt, Bootstour, Übernachtung und zu den Wanderungen. Unsere beiden Wanderrouten haben wir außerdem selbst aufgezeichnet, sodass du dir GPX-Tracks zum Nachwandern runterladen kannst.

Milford Sound Anfahrt: Über die spektakuläre Milford Road

Schon die Anfahrt zum Milford Sound über die Milford Road ist ein Erlebnis für sich. Die Straße führt durch dichten Wald, weite Täler und zwischen immer höher aufragenden Bergen hindurch. Direkt am Weg liegen zahlreiche Aussichtspunkte. Das erste Highlight erreichten wir nach knapp einer Stunde:

Die Mirror Lakes.

Wir stellten unser Wohnmobil auf dem Parkplatz neben der Straße ab und betraten den Holzsteg, auf dem wir entlang kleiner Seen liefen. Ähnlich wie beim Lake Matheson spiegeln sich in diesen Seen die umliegenden Berge. Total schön!

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Weiter ging es über kurvenreiche und teils sehr enge Straßen. Immer wieder sahen wir kleine Parkbuchten, die den Startpunkt für Wanderungen im Nationalpark markieren. Für Tag 2 und 3 hatten wir uns zwei Wanderungen vorgenommen, aber erstmal stand eine Bootstour im Milford Sound* an.

Die Landschaft änderte sich langsam und je näher wir dem Milford Sound kamen, desto mehr ahnten wir, wie majestätisch die Fjorde werden würden.

Die imposanten Bergmassive rahmten zunehmend die Straße ein und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir fuhren mit unserem Camper durch ein malerisches Tal und hielten immer wieder an Aussichtspunkten an, um die Landschaft zu genießen.

Nach gut einer weiteren Stunde von den Mirror Lakes erreichten wir den Homer Tunnel. Ein 1270 Meter langer Tunnel im Berg, den man zum Milford Sound durchfahren muss.

In den neuseeländischen Sommermonaten wird der Verkehr jeweils nur in eine Richtung durch den Tunnel geführt, sodass man an einer Ampel warten muss, bis man ihn durchfahren kann.

Milford Sound Straße

👉Planungs-Tipp:
Plane unbedingt die doppelte Fahrtzeit ein. Die Straße zum Milford Sound ist eng, kurvenreich und manchmal aufgrund von Bauarbeiten einspurig. Es sind zahlreiche Reisebusse unterwegs, die Besucher von Te Anau oder Queenstown zum Milford Sound bringen. Langsames Fahren ist daher notwendig.

Übernachten am Milford Sound: Unsere Erfahrung mit der Milford Sound Lodge

Wir hatten in Deutschland die Milford Sound Lodge vorgebucht. Denn es gibt im gesamten Fjordland Nationalpark nur sehr wenige Campingplätze.

Direkt am Milford Sound gibt es nur die Milford Sound Lodge, alle anderen Campingplätze sind mindestens eine Stunde entfernt.

Die direkte Lage an den Fjorden hatte uns überzeugt, das Geld zu investieren, da wir unsere Zeit dort voll auskosten wollten.

Dies waren auch die teuersten 2 Nächte in Neuseeland mit 70 Dollar pro Nacht für eine powered campsite.

Ob sich dies wirklich gelohnt hat? Dazu später mehr.

👉Camping-Tipp:
Es gibt rund um den Milford Sound nur wenige Campingplätze, die von den Fjorden mindestens eine Stunde Fahrtzeit entfernt sind. Wenn du direkt in der Fjordlandschaft aufwachen möchtest, buchst du am besten die Milford Sound Lodge* vor (in der Hauptsaison immer ausgebucht).

Wandern in Neuseeland

Die schönsten Wanderungen in Neuseeland

Zwischen Vulkanen, Regenwald und türkisfarbenen Seen:

In unserem großen Wander-Guide zeigen wir dir unsere schönsten Touren auf der Nord- und Südinsel – inklusive toller Alternativen zu bekannten Klassikern.

Nature Walk zum Milford Sound: Am Abend fast für uns allein

Nach dem Check-in wollten wir unbedingt noch die Umgebung erkunden, bevor es dunkel wurde. Die Dame am Empfang empfahl uns den Nature Walk, der direkt bei der Milford Sound Lodge anfing und bis zu den Fjorden bzw. der Bootsanlegestelle führte.

Wir stapften los und waren nach wenigen Minuten froh, dass wir uns für unsere Wanderschuhe entschieden hatten. Der harmlos klinge Nature Walk entpuppte sich nämlich eher als Nature Bootcamp.

Aber was für ein schönes Bootcamp!

Der gesamte Weg führte uns entlang des Cleddau River, der in den Milford Sound mündet. Wir gingen an einer wunderschönen Landschaft mit vielen Manuka-Bäumen und den Bergen im Hintergrund entlang. Immer mal wieder kletterten wir über große Felsbrocken, die mitten auf dem Weg lagen.

Abenteuer pur!

Der Nature Walk führte nach einer Weile durch einen Wald, bis wir direkt zur Anlegestelle der Boote kamen.

Daneben verlief ein kleiner Rundweg, der Milford Sound Swing. An der Spitze dieses Rundgangs wurden wir von einer wahnsinnigen Aussichtsstelle überrascht. Wir hatten den freien Blick auf den Milford Sound und die Berge mit den berühmten Wasserfällen.

Wir waren fast alleine dort. Nur noch ein anderes Pärchen genoss ebenfalls die Aussicht. Wahrscheinlich lag es an der Uhrzeit: Es begann langsam zu dämmern und die meisten Besucher sind um diese Zeit auf dem Rückweg nach Te Anau oder Queenstown.

Funfact: Genau hier wurde die Traum-Hochzeitsszene zwischen Ethan Hunt und Julia in Mission: Impossible – Fallout gedreht.

Da es immer dunkler wurde, traten wir den Rückweg an. Wir hatten aber die feste Absicht, am nächsten Tag wiederzukommen und den Milford Sound Swing noch einmal zu umrunden.

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Milford Sound Bootstour: Unsere Erfahrungen

Für Tag 2 im Milford Sound hatten wir eine Bootstour* gebucht.

Am frühen Morgen war unser einziger hoffnungsvoller Gedanke: Hoffentlich hält sich das Wetter.

Denn im Milford Sound regnet es statistisch gesehen an 182 Tagen im Jahr. Doch scheinbar wollte das Schicksal wieder etwas gut machen nach den Regenfällen auf der Nordinsel.

Die Sonne strahlte. Wir strahlten!

Wir spazierten über den gleichen Nature Walk wie am Vortag zur Bootsanlegestelle. Da der Milford Sound zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Neuseeland gehört, befürchteten wir große Menschenmassen. Nach 2 Wochen in Neuseeland waren wir schließlich verwöhnt von einsamen Naturschönheiten.

Auch der große Parkplatz direkt vor dem Bootsanleger versprach nichts Gutes.

Doch beim Check-in wurden wir beruhigt: Es gab nur eine Handvoll Boote und absolut überschaubare Besucherzahlen.

Spar-Tipp:
Der Parkplatz am Visitor Terminal kostet aktuell 10 NZD pro Stunde, wenn du vor 15 Uhr einfährst. Nach 15 Uhr sind es 5 NZD pro Stunde. Kostenlos parken kannst du am Deepwater Basin. Von dort läufst du etwa 20–30 Minuten bis zum Visitor Terminal. Die Plätze sind begrenzt – früh dran zu sein lohnt sich daher besonders in der Hauptsaison

Welche Milford Sound Tour passt zu dir?

Direkt ab Milford Sound
Zweistündige Rundfahrt mit einem kleineren Boot und Stopps an Wasserfällen.
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Ab Queenstown
Ganztägiger Ausflug durch den Fiordland-Nationalpark mit Stopps entlang der Milford Road und anschließender Bootsfahrt.
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Ab Te Anau
Tagestour mit Fahrt im Reisebus (mit Glasdach!), mehreren Stopps und Bootsfahrt durch den Milford Sound.
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Rundflug und Bootsfahrt ab Queenstown
Flug über die Bergwelt des Fiordland-Nationalparks und anschließende Bootsfahrt durch den Milford Sound.
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Spektakuläre Landschaften: Neuseeland von seiner schönsten Seite

Um 9 Uhr ging es los. Wir hatten eine dreistündige Kombi-Tour gebucht:
Eine Bootstour inklusive Besuch im Underwater Observatory*.

Pünktlich setzte sich das Boot in Bewegung und wir waren total gespannt, was uns erwarten würde.

Das Schöne am Milford Sound ist: ab der ersten Minute ist man in dieser wunderschönen Fjordlandschaft, sieht die ersten Wasserfälle und Regenwälder und genießt die Landschaft.

So bestaunten wir die Fjorde und sahen die vielen kleinen Wasserfälle entlang der Hänge. Da es untypischerweise die letzten Tage im Milford Sound nicht geregnet hatte, waren sie etwas weniger stark ausgeprägt, aber trotzdem super zu sehen. Das Boot fuhr ganz nah an die Stirling Falls heran und wir wurden ordentlich nass und quietschten vor Freude.

Es war so beeindruckend, mit welcher Energie das Wasser aufprallte!

Danach sahen wir noch einige Robben, die sich auf den Felsen unterhalb der Berge sonnten.

Neuseeland planen: Unser Reiseführer-Tipp

Für unsere Neuseeland-Reise haben wir den Reiseführer von Reise Know-How* genutzt. Mit vielen Routenvorschlägen und Karten kannst du deine Strecke individuell planen und findest unterwegs schnell Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Unterkünften und Restaurants.

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Schwarze Korallen, die eigentlich weiß sind: Das Unterwasser-Observatorium im Milford Sound

Das letzte Drittel der Bootstour war das Underwater Observatory.

Es ist Neuseelands einziges schwimmendes Unterwasser-Observatorium und entführt einen in eine andere Welt. Nach einer kurzen Wartezeit in einem Raum mit vielen Schau- und Infotafeln stiegen wir 64 Stufen hinab in einen Beobachtungsraum, der rund 10 Meter unter der Wasseroberfläche liegt. Der runde Raum war an jeder Stelle mit großen Fenstern ausgestattet und wir konnten die Unterwasserwelt beobachten.

Hier konnten wir etwas Einzigartiges mit eigenen Augen sehen: die Schwarze Koralle (Antipathella fiordensis). Normalerweise lebt die schwarze Koralle in Tiefen von 200 m bis 1.000 m. Im Milford Sound kannst du sie jedoch schon etwa 10 Meter unter der Wasseroberfläche bewundern.

Dies wird durch einen bis zu 3 m hohen Süßwasserfilm ermöglicht, der sich aus Regen- und Schmelzwasser speist. Dieser Film schwimmt auf dem Salzwasser und wird durch die ausgewaschenen Tannine des umgebenden Waldes so dunkel, dass kaum Licht hindurchdringt. Dadurch ist es möglich, Tiefseearten bereits in erstaunlich geringen Tiefen zu beobachten.

Trotz ihres Namens ist die Schwarze Koralle nicht schwarz, sondern weiß. Lediglich ihr Skelett zeigt die dunkle Farbe. Dieses Skelett ist von einer Vielzahl kleiner weißer Polypen bedeckt, die nur etwa 1 mm groß sind.

Spannend!

Auf dem Rückweg zum Bootsanleger sahen wir noch eine Kajak-Gruppe. Und mal wieder dachten wir: Das darf nicht unsere letzte Neuseeland-Reise gewesen sein.

Denn im Milford Sound zu kajaken, müssen wir irgendwann auch noch einmal erleben!

Wandern am Milford Sound: Key Summit Trail

Key Summit Trail auf einen Blick

  • Strecke: 7,6 km hin und zurück
  • Dauer: ca. 3 Stunden
  • Höhenmeter: ca. 403 hm
  • Höchster Punkt: 938 m
  • Schwierigkeit: mittel
  • Start: Parkplatz The Divide an der Milford Road

Key Summit Trail – Schöner als in jedem Fantasy-Game

Die Wanderung startet am Parkplatz The Divide direkt an der Milford Road. Die ersten Kilometer folgen wir dem berühmten Routeburn Track, der stetig durch dichten, grünen Wald mit Farnen und Moosen bergauf führt. Zwischendurch genossen wir immer mal wieder schöne Panorama-Ausblicke über das Hollyford Valley.

An einer Weggabelung führt der Weg für 15 Minuten zum Key Summit hinauf.

Das werde ich nie vergessen:

Den Moment, als wir zum ersten Mal auf das Tal und die umliegenden Berge sehen konnten.

Es hat mich umgehauen.

Und es wurde immer schöner: Auf der Bergkuppe führte uns ein rund 30 Minuten langer Nature Walk durch eine völlig andere Landschaft. Der dichte Wald lag plötzlich hinter uns und vor uns öffnete sich eine alpine Bergwelt mit kleinen Tarns, sattgrünen Flächen und weitem Blick über die umliegenden Gipfel.

Immer wieder liefen wir über Holzstege zwischen den kleinen Bergseen und genossen den 360-Grad-Blick über Berge und Täler. Genau dieser Wechsel vom dichten Fiordland-Wald zur offenen Berglandschaft machte die Wanderung für uns so besonders.

Holzsteg-Wanderung in Neuseeland

Lake Marian Viewpoint: Blick auf unser nächstes Wanderziel

Das Highlight des Rundweges ist der Lake Marian Viewpoint. In der Ferne sahen wir, wie der ultra türkisfarbene See von den Bergen eingerahmt wird. Und beschlossen: Da müssen wir morgen hin!

Der Rückweg führte uns über die gleiche Strecke zurück. Insgesamt brauchten wir mit einer 20-minütigen Pause am Lake Marian Viewpoint ca. 3 Stunden für den Trail.

Hast du rund drei Stunden Zeit für eine Wanderung entlang der Milford Road, ist der Key Summit Trail unsere absolute Empfehlung!

Voller Eindrücke fuhren wir zur Milford Sound Lodge zurück und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Unser Tipp:
Wenn du früh startest und konditionell fit bist, kannst du Key Summit und Lake Marian sogar miteinander verbinden.

Lake Marian Track: Unsere abenteuerlichste Wanderung am Milford Sound

Lake Marian Track auf einen Blick

  • Strecke: ca. 6 km hin und zurück
  • Reine Gehzeit: bei unserem aufgezeichneten Track rund 2,5 Stunden
  • Für die Tour einplanen: besser 3–4 Stunden plus Pause am See
  • Höhenmeter: ca. 413 hm
  • Höchster Punkt: 723 m
  • Schwierigkeit: mittel, aber deutlich rauer als der Key Summit Trail
  • Start: Lake Marian Car Park, Lower Hollyford Road

Wanderung zum Lake Marian: schon der Anfang lohnt

Nachdem wir den Lake Marian am Vortag vom Key Summit aus tief zwischen den Bergen gesehen hatten, wollten wir ihn unbedingt aus der Nähe erleben.


Mit unserem Camper fuhren wir zum Lake Marian Car Park an der Lower Hollyford Road. Schon die ersten Minuten des Tracks sind spektakulär:

Über Holzstege geht es zu den Lake Marian Falls, wo das Wasser zwischen Felsen durch enge Stromschnellen rauscht. Selbst wenn du nicht bis zum Lake Marian wandern möchtest, lohnt sich dieser kurze Abschnitt bereits.

Nach den Wasserfällen änderte sich die Strecke schlagartig. Ein Wegschild wies darauf hin, dass auf dem weiteren Weg ein „steady climb with some rough sections“, also ein stetiger Anstieg mit einigen unwegsamen Abschnitten, zu erwarten sei.

Thorsten und ich guckten uns an.

Wir hatten schon den ein oder anderen Trail auf der Reise gemacht, der nicht gerade gut befestigt war. Und eine solche Info dazu gab es nie.

Was würde uns dann erst hier erwarten?

Wild entschlossen marschierten wir trotzdem los. Und die ersten rough sections ließen nicht lange auf sich warten. Der Weg bestand aus großen Steinbrocken und wurde zunehmend steiler. Wir mussten auf jeden Schritt achten, um sicher vorwärts zu kommen.

Manchmal wechselten sich die Steinbrocken mit Wurzelpfaden ab. Der Pfad war teilweise so schwer zu erkennen, dass wir nur mithilfe der orangen Wegmarkierungen wussten, in welche Richtung wir mussten.

Kurz: Wir hatten einen Heidenspaß und fühlten uns wie Abenteurer!

Unerwartete Kletterpartie

An einem Punkt waren wir jedoch sehr überrascht. Der Weg schien nicht mehr weiterzuführen. Vor uns war eine 3 Meter hohe Wand aus Erde und Wurzeln.

Und nun?

Doch dann sahen wir sie: die orange Wegmarkierung. Und sie zeigte geradewegs auf diese Wand. Ich wollte es nicht glauben. Aber das war wirklich der Weg. Just zu dem Zeitpunkt kamen uns Wanderer entgegen, die die Wand herunterkletterten.

Damit war es nun eindeutig. Wir begannen unsere kleine Kletterpartie und fanden es super, dieses kleine unerwartete Abenteuer zu erleben!

Lake Marian Trail in Neuseeland

Neuseelands Natur von seiner atemberaubenden Seite: der Lake Marian

Nach vielen weiteren Wurzelpfaden und Wegen mit Steingeröll kamen wir immer höher.

Unsere Erwartungen stiegen …

… und wurden mehr als erfüllt.

Ganz oben angekommen, eröffnete sich der Blick auf den wunderschönen Lake Marian.

Eingerahmt von schneebedeckten Bergen glitzerte das türkisfarbene Wasser in der Sonne.

Kitschig-schön!

Um den See herum waren überall große Felsbrocken, auf denen hier und da ein paar Wanderer saßen. Wir taten es ihnen gleich und konnten uns an dieser Szenerie gar nicht sattsehen.

Rückweg mit Wehmut auf dem Lake Marian Track

Wir wären am liebsten noch viele weitere Stunden am Ufer des Lake Marian geblieben.

Zu gerne wären wir im See auch geschwommen, hatten aber keine Badesachen dabei.

So traten wir wehmütig den Rückweg an. Dieser war auch viel weniger anstrengend, da er fast nur bergab ging.

Wander-Tipp:
Entlang der Milford Road starten zahlreiche kurze Walks und längere Wanderungen. Unsere beiden Highlights waren der Key Summit Trail und der Lake Marian Track. Für den Key Summit kannst du etwa 3 Stunden einplanen. Beim deutlich raueren Lake Marian Track würden wir trotz der kürzeren Strecke eher 3–4 Stunden plus Zeit am See einplanen.

Noch mehr Touren findest du in unserem Guide zu den schönsten Wanderungen in Neuseeland. Dort geben wir dir einen Überblick über unsere Wanderungen auf der Nord- und Südinsel. Die genauen GPX-Tracks von Key Summit und Lake Marian findest du zusätzlich bei Outdooractive und kannst sie dort für deine eigene Tour nutzen.

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🗺️ Route für 4 Wochen: Unsere komplette Rundreise durch die Nord- und Südinsel
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Camper oder Mietwagen?
Wenn du noch zwischen Camper und Mietwagen schwankst, findest du in unseren beiden Guides unsere Erfahrungen und Tipps zur Auswahl.

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Lohnt sich der Milford Sound? Unser Fazit

Für uns ganz klar: ja.

Der Milford Sound war zwar einer der bekanntesten Stopps unserer Neuseeland-Reise, fühlte sich für uns aber überraschend wenig überlaufen an. Besonders gelohnt hat es sich, direkt im Nationalpark zu übernachten. So konnten wir den Milford Sound am Abend fast für uns allein erleben, während die meisten Tagesbesucher bereits wieder Richtung Te Anau oder Queenstown unterwegs waren.

Auch die Kombination aus Bootstour und Wanderungen würden wir jederzeit wieder genauso machen. Während wir den Fjord vom Wasser aus zwischen Wasserfällen und steilen Felswänden erlebt haben, zeigten uns Key Summit und Lake Marian noch einmal eine völlig andere Seite des Fiordlands.

Wenn wir uns entscheiden müssten? Die Bootstour gehört für uns zu einem ersten Besuch am Milford Sound unbedingt dazu. Hast du mehr Zeit, würden wir zusätzlich mindestens eine Wanderung einplanen. Der Key Summit Trail führt dich zu spektakulären Ausblicken über die Bergwelt des Fiordland-Nationalparks, während der Lake Marian Track für uns das größere Abenteuer war.

Ein letztes Erlebnis am Milford Sound vor dem Rückfahrt nach Te Anau

Nach drei Tagen im Fiordland-Nationalpark hieß es für uns Abschied nehmen vom Milford Sound. Wir packten unseren Camper und machten uns auf den Weg zurück nach Te Anau, wo wir noch eine Nacht verbringen wollten.

Am Homer Tunnel wartete dann noch eine letzte tierische Begegnung auf uns: Während wir an der Ampel auf die Durchfahrt warteten, flog plötzlich ein Kea auf unseren Seitenspiegel – und kurz darauf auf das Dach unseres Campers. Dort machte er sich direkt an der Türdichtung zu schaffen.

Wir hatten vorher schon einiges über Keas gelesen. Die cleveren und ziemlich frechen Papageien sind dafür bekannt, an Gummidichtungen und anderen weichen Teilen von Autos und Campervans herumzuknabbern.

Begeistert beobachteten wir den Kea mit seinem grün schimmernden Federkleid. Unser Camper reichte ihm allerdings nicht: Kurz darauf machte er sich auch noch an der Türdichtung eines anderen Autos zu schaffen. So blieb uns genügend Zeit, unseren gefiederten Besucher zu beobachten und ein paar Fotos zu machen.

Dann sprang die Ampel um und es ging für uns durch den Homer Tunnel weiter Richtung Te Anau.

Campingplatz in Te Anau: der Te Anau Lakeview Holiday Park

Für unsere letzte Nacht im Fiordland-Nationalpark hatten wir einen Stellplatz im Te Anau Lakeview Holiday Park vorgebucht. Wir kamen am späten Nachmittag an und hatten Glück: Unser Stellplatz lag direkt am Lake Te Anau und wir konnten vom Camper auf den See schauen.

Te Anau Campingplatz

Nach der Wanderung und der Fahrt nach Te Anau ließen wir den Tag beim Abendessen ausklingen und schauten dabei zu, wie die Sonne über dem See unterging. Ein schöner Abschluss unserer Tage im Fiordland-Nationalpark.

Am nächsten Morgen wartete schon eine völlig andere Landschaft auf uns, auf die wir uns mindestens genauso freuten: die einsamen Catlins!

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