Wanaka in Neuseeland: Unsere Tipps für Lake Wanaka und Umgebung
Wanaka war auf unserer Neuseeland-Rundreise zunächst nur als Zwischenstopp nach der Westküste eingeplant. Vor Ort hätten wir dann aber gerne viel mehr Zeit verbracht.
Vor allem die spektakuläre Kulisse des Lake Wanaka mit den Bergen im Hintergrund hat uns richtig gut gefallen. Bei einem Spaziergang am See liefen wir zwischen Bäumen, Sträuchern und Weinreben entlang, hatten immer wieder freie Blicke aufs Wasser und kamen schließlich zum berühmten Wanaka Tree.
Heute würden wir Wanaka nicht mehr nur als kurzen Zwischenstopp einplanen. Neben unseren Erfahrungen findest du hier kompakte Tipps zu Wanderungen, Radtouren und Ausflügen rund um den Lake Wanaka.
Wanaka: Unsere Tipps auf einen Blick
- Lake Wanaka: Genieße die Kulisse aus See und Bergen bei einem Spaziergang direkt am Ufer.
- Radfahren: Am Lake Wanaka sowie entlang von Hawea River und Clutha River verlaufen schöne Radwege. Fahrräder und E-Bikes kannst du direkt in Wanaka mieten.
- Wandern: Die kurze Tour auf den Mount Iron führt in rund 1,5 Stunden zu einem Rundumblick über Wanaka, Lake Wanaka, Lake Hawea und die Berge. Auf der Ganztagestour zum Roys Peak legst du mehr als 1.200 Höhenmeter zurück, oben blickst du weit über den Lake Wanaka, seine Buchten und die umliegenden Berge.
- Wanaka Tree: Den berühmten Baum kannst du gut mit einem Spaziergang am See verbinden.
- Camping: In der Hauptreisezeit unbedingt vorbuchen! Bei unserem Besuch waren fast alle Campingplätze ausgebucht und wir haben nur mit Glück noch einen Stellplatz gefunden.
- Freedom Camping: Im Stadtgebiet ist Freedom Camping nicht erlaubt. Mit einem zertifizierten Self-contained-Camper darfst du nur auf den dafür ausgewiesenen Stellplätzen übernachten.
Fahrt nach Wanaka über Lake Hawea
Wir kamen vom Franz Josef Glacier und fuhren zunächst durch die grüne Landschaft der Westküste. Später folgten wir dem türkisfarbenen Makarora River, bevor wir den Highway 6 erreichten.

Die Straße verläuft hier zwischen Lake Hawea und Lake Wanaka. Mal liegt der eine, mal der andere See neben der Straße, während dahinter die Berge aufragen.
Besonders schön fanden wir den Kontrast in der Landschaft:
Zwischen den Seen und Bergen tauchten immer wieder Palmen auf. Damit hatten wir hier wirklich nicht gerechnet.
👉 Unser Tipp: Plane für die Strecke etwas zusätzliche Zeit ein. Gerade zwischen Lake Hawea und Lake Wanaka lohnt es sich, unterwegs immer wieder für die Aussicht anzuhalten.
Zwischenstopp in Albert Town
In Albert Town legten wir noch einen kurzen Stopp ein. Einheimische hatten uns am Vortag empfohlen, vor Wanaka zu tanken, da der Sprit dort teurer sei. Also füllten wir noch einmal den Tank an einer Raststätte, die zufälligerweise auch noch selbstgemachtes Eis verkaufte. Manchmal läuft es eben im Leben!
Eine Kugel war so groß wie drei bis vier in Deutschland! Glücklich vertilgten wir die Riesenportion auf der idyllischen Außenterrasse.
Fast alle Campingplätze in Wanaka waren ausgebucht
Als wir am Nachmittag in Wanaka ankamen, hatten wir noch keinen Campingplatz reserviert. Wir öffneten CamperMate und begannen, die Plätze in und rund um Wanaka abzuklappern.
Das Problem: Fast alle Campingplätze waren bereits ausgebucht.
Nach mehreren Absagen fanden wir schließlich nur mit Glück noch eine freie Powered Site für damals 57 NZD. Zu dem Zeitpunkt war uns der Preis ziemlich egal – wir waren einfach froh, überhaupt noch einen Stellplatz für die Nacht gefunden zu haben.
Das würden wir heute definitiv anders machen: Gerade in der Hauptreisezeit würden wir einen Campingplatz in Wanaka vorher reservieren.
Spaziergang am Lake Wanaka zwischen Weinreben und Bäumen

Unser Campingplatz lag sehr nah am Lake Wanaka und wir nutzten den Nachmittag direkt für einen Spaziergang entlang des Seeufers.
Der schmale Uferpfad führte uns zwischen Bäumen, Sträuchern und Weinreben hindurch. Dazwischen öffnete sich immer wieder der Blick auf das Wasser und die Berge dahinter.
Genau diese Kulisse hat uns hier am meisten gefallen. Du läufst direkt am Wasser entlang und hast trotzdem ständig die Bergwelt vor dir.
Der Weg führte uns schließlich weiter zum bekanntesten Fotomotiv des Ortes.
Wanaka Tree: Lohnt sich der berühmte Baum?
Um den Wanaka Tree hat sich in den vergangenen Jahren ein regelrechter Hype entwickelt. Durch die vielen Fotos in sozialen Medien wurde die Weide im Lake Wanaka weltweit bekannt und gehört heute zu den meistfotografierten Motiven Neuseelands.
Und ja: es hat schon was, so ein Baum im Wasser mit Bergkulisse im Hintergrund.

Extra die Route danach ausrichten würden wir trotzdem nicht. Neuseeland ist an so vielen Stellen atemberaubend schön, dass du dir keine Gedanken machen musst, wenn du den Wanaka Tree verpasst.
Wir waren am späten Nachmittag dort und hatten zu dieser Zeit nur wenige andere Besucher um uns herum.
Mit späten Besuchen haben wir in Neuseeland öfter gute Erfahrungen gemacht: Auch die Pancake Rocks an der Westküste oder den Split Apple Rock im Abel Tasman hatten wir gegen Abend fast für uns allein.
Wanaka selbst: kleiner Ort direkt am See
Wanaka selbst ist überschaubar und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Wir sind entlang der Promenade gelaufen, waren im Supermarkt einkaufen und haben uns ein wenig im Zentrum umgesehen. Rund um die Lakefront findest du Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte – teilweise mit direktem Blick auf den Lake Wanaka und die Berge dahinter.
Uns hat gerade diese Lage gefallen: Du bist mitten im Ort und stehst trotzdem in wenigen Schritten wieder direkt am See.
Aktivitäten in Wanaka: Wandern, Radfahren & Ausflüge
Rund um Wanaka führen kurze und längere Wanderungen zu Aussichtspunkten über die Seen. Am Lake Wanaka sowie entlang von Hawea River und Clutha River verlaufen außerdem schöne Radwege. Auf dem See kannst du mit dem Boot zu Mou Waho Island fahren oder die Bergkulisse vom Wasser aus erleben.
Wanderungen rund um Wanaka
Mount Iron: kurze Wanderung mit Rundumblick
Die kurze Tour auf den Mount Iron ist etwa 4,5 Kilometer lang und dauert rund 1,5 Stunden. Der Weg steigt teilweise recht steil auf den markanten Hügel am Rand von Wanaka.
Oben blickst du über Wanaka und Lake Wanaka, hinüber zum Lake Hawea und weiter bis zu den umliegenden Bergen.
Wenn wir nur ein paar Stunden für eine Wanderung hätten, würden wir den Mount Iron wählen: In rund 1,5 Stunden kommst du zu einem Aussichtspunkt, von dem du Lake Wanaka und Lake Hawea überblickst.
Roys Peak: Ganztagestour über dem Lake Wanaka

Für den Roys Peak brauchst du einen ganzen Wandertag. Rund 16 Kilometer, 5 bis 6 Stunden Gehzeit und mehr als 1.200 Höhenmeter kommen zusammen.
Mit zunehmender Höhe wird der Blick über den Lake Wanaka mit seinen Buchten und die Berge dahinter immer weiter. Genau wegen dieses Panoramas ist der Roys Peak eine der bekanntesten Wanderungen rund um Wanaka.
Radfahren am Lake Wanaka
Die Gegend rund um Wanaka eignet sich super für Radtouren. Am Lake Wanaka sowie entlang des Hawea River und Clutha River verlaufen zahlreiche Wege. Fahrräder und E-Bikes kannst du direkt im Ort mieten.
Am See kannst du beispielsweise auf dem 15 Kilometer langen Glendhu Bay Track Richtung Glendhu Bay fahren. Der Weg folgt dem Lake Wanaka, hat aber einige kurze, steile Abschnitte. Hier macht sich ein E-Bike bezahlt!
Alternativ kannst du dich auch zum Lake Hawea bringen lassen und von dort 30 km zurück nach Wanaka radeln*.
Boots-Ausflüge auf dem Lake Wanaka
Mou Waho Island
Mit dem Wassertaxi geht es bei dieser Tour über den Lake Wanaka* zur abgelegenen Insel Mou Waho. Dort wanderst du etwa 20 Minuten zu einem versteckten Bergsee mit eigener kleiner Insel und kannst noch bis zum Aussichtspunkt auf dem Tyrwhitt Peak weitergehen – mit weitem Blick über den Lake Wanaka und die umliegenden Berge. Unterwegs kannst du Wekas beobachten, flugunfähige neuseeländische Vögel, die auf der Insel wieder angesiedelt wurden. Danach bleibt noch Zeit für ein Bad im Lake Wanaka.
Bootsfahrt auf dem Lake Wanaka bei Abendlicht
Wenn du den Lake Wanaka vom Wasser aus erleben möchtest, ist die einstündige Happy-Hour-Bootsfahrt* eine schöne Idee. Mit dem Katamaran geht es hinaus auf den See, während du den Blick auf die umliegenden Berge und die Landschaft im Abendlicht genießt. Dazu gibt es ein Getränk sowie Käse und Cracker. Schöner kann ein Tag nicht ausklingen!
Fazit: Lohnt sich Wanaka und wie lange solltest du bleiben?
Für uns ganz klar ja! Unser halber Tag war viel zu kurz.
Wanaka ist kleiner und ruhiger als Queenstown, das deutlich lebendiger auf uns wirkte. Uns hat vor allem die Landschaft in Kombination mit dem kleinen Ort super gefallen. Mit mehr Zeit hätten wir unbedingt noch eine Wanderung und eine Radtour eingeplant.
Heute würden wir zwei volle Tage in Wanaka einplanen. Damit bleibt genug Zeit für Wanderungen und eine Boots- oder Radtour.
Von Wanaka ging es für uns anschließend weiter nach Queenstown.
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