Viele Dinge über Neuseeland haben wir erst während der Reise gelernt. Zum Beispiel, warum Fahrzeiten länger dauern als gedacht, wo Spontanität problemlos klappt und wo Vorbuchungen entscheidend sind. Oder wie Freedom Camping wirklich funktioniert und welche Apps dir den Alltag auf der Straße enorm erleichtern.
Wir waren mehrere Wochen mit dem Wohnmobil in Neuseeland unterwegs und haben uns viele dieser Informationen erst unterwegs erarbeitet. Genau diese Erfahrungen haben wir hier für dich gebündelt.
In diesem Beitrag findest du eine kompakte Übersicht mit allen Neuseeland-Reisetipps, die wir uns selbst schon vor der Reise gewünscht hätten – von Einreise & Reisezeit über Routenplanung, Camping & Fahren bis hin zu Geld, Internet, Apps und Sparmöglichkeiten.
Ein Guide für die Planung und für unterwegs!

- 01. Einreise & Vorbereitung für Neuseeland
- 02. Reisezeit & Dauer: Wann und wie lange nach Neuseeland?
- 03. Routenplanung & Puffertage
- 04. Früh buchen in Neuseeland: Tipps für Fahrzeuge, Unterkünfte & Touren
- 05. Übernachten & Freedom Camping in Neuseeland: Praktische Reisetipps
- 06. Unterwegs auf den Straßen in Neuseeland: Tipps
- 07. Geld, Bezahlen & Internet
- 08. Apps & Karten für Neuseeland: Reisetipps für den Roadtrip
- 09. Packliste für Neuseeland: Tipps fürs richtige Gepäck
- 10. Sparen in Neuseeland: Erprobte Urlaibs-Tipps
- 11. Geheimtipps in Neuseeland
- Hast du Fernfreude nach Neuseeland? Dann schau dir diese Blog-Beiträge an:
01. Einreise & Vorbereitung für Neuseeland
1.1 Einreisegenehmigung für Neuseeland (NZeTA) – Tipp: per App günstiger
Für touristische Reisen nach Neuseeland brauchst du vorab eine elektronische Einreisegenehmigung: NZeTA (New Zealand Electronic Travel Authority).
Beantrage diese mindestens 72 Stunden, besser aber 1 bis 2 Wochen vorher. Per App ist es 6 NZD pro Person günstiger.
Hiermit bezahlst du direkt auch die Internationale Tourismus- und Naturschutzabgabe (IVL) in Höhe von 100 NZD.
1.2 Einreisen nach Neuseeland: Tipps für eine unbeschwerte Grenzkontrolle
Neuseeland schützt seine Natur sehr konsequent, daher beachte:
-
Wander- und Campingausrüstung muss bei der Einreise sehr sauber sein (keine Erde oder keine Pflanzenreste). Checke daher vorher deine Ausrüstung, insbesondere Wanderschuhe.
-
Bringe kein frisches Obst, Gemüse oder andere organische Produkte mit – hierfür werden hohe Strafen fällig.
1.3 Auslandskrankenversicherung
Medizinische Behandlungen oder im schlimmsten Fall Rücktransporte sind teuer. Eine Auslandskrankenversicherung gehört für Neuseeland daher zur Grundausstattung – auch bei kurzen Reisen.
02. Reisezeit & Dauer: Wann und wie lange nach Neuseeland?

2.1 Tipp für den besten Startpunkt deines Neuseeland-Urlaubs je nach Reisezeit
Die Hauptsaison liegt zwischen Dezember und Februar, wobei der März immer beliebter wird und häufig am schnellsten ausgebucht ist. In diesen Monaten ist die Wettergarantie am höchsten, aber es ist voller und teurer. Auch die Neuseeländer selbst sowie die Australier machen im Dezember und Januar gerne Urlaub in Neuseeland.
Wenn du lieber in der Nebensaison reisen möchtest, ist es sinnvoll, deine Route nach dem Wetter auf den beiden Inseln auszurichten:
-
Oktober bis November (Frühling): Starte auf der Nordinsel, dort sind die Temperaturen schon höher als auf der Südinsel. Mit jedem weiteren Tag wird es dann auch auf der Südinsel wärmer.
-
März bis April (Herbst): Starte auf der Südinsel, denn diese wird mit jedem Tag kühler und du kannst dann das noch wärmere Wetter auf der Nordinsel gegen Ende der Reise genießen.
2.2 Wie viel Zeit brauchst du für deine Neuseeland-Reise?
Neuseeland wirkt auf der Karte recht kompakt – die Strecken dauern aber deutlich länger, als Google Maps angibt. Am besten wären natürlich 6 Wochen oder mehr, um das Land intensiv zu bereisen. Leider ist dies nicht immer realistisch. Aber auch mit weniger Zeit kannst du eine oder sogar beide Inseln gut erkunden.
Orientiere dich daher am besten an diesen Zeiträumen:
-
Bis 3 Wochen: lieber nur eine Insel
-
Ab ca. 4 Wochen: Nord- und Südinsel sind gut kombinierbar
Gerade die Südinsel braucht etwas mehr Zeit, da die Distanzen hier größer sind und du ohnehin am liebsten überall anhalten möchtest.
Wir waren 4 Wochen in Neuseeland: eine auf der Nordinsel und drei auf der Südinsel. Dies hat für uns super gepasst, auch wenn wir bei einer nächsten Reise noch viele Wunschziele auf der Nordinsel haben.
03. Routenplanung & Puffertage
In einigen Regionen lohnt es sich, ein paar Tage mehr einzuplanen, weil das Wetter einen großen Einfluss darauf hat, was du vor Ort wirklich erleben kannst. Mit etwas zeitlicher Flexibilität kannst du auf bessere Bedingungen warten – und hast am Ende deutlich mehr von deinem Aufenthalt.
Tongariro Alpine Crossing
Die Wanderung ist extrem wetterabhängig. Bei starkem Wind, Regen oder schlechter Sicht wird sie häufig nicht empfohlen oder sogar gesperrt bzw. das Shuttle fährt nicht. Wenn du das Tongariro Alpine Crossing fest auf deiner Liste hast, plane mehrere mögliche Tage ein. So kannst du flexibel reagieren, sobald sich ein gutes Wetterfenster ergibt.
Milford Sound / Fjordland
Das Fiordland zählt zu den regenreichsten Regionen Neuseelands. Es regnet hier an über 180 Tagen im Jahr. Bei starkem Regen ist die Sicht oft eingeschränkt – daher lieber einen Tag mehr einplanen.
Mount Cook Region
Rund um den Mount Cook können sich Wolken hartnäckig halten. Im schlimmsten Fall verpasst du dann die wunderschönen Panorama-Ausblicke und kannst nur eingeschränkt wandern. Auch die Seen Lake Tekapo und Lake Pukaki zeigen ihr intensives Türkis erst so richtig bei Sonnenschein. Bei wolkenlosem Himmel hast du nachts zudem die klare Sicht auf den spektakulären Sternenhimmel (samt Milchstraße!). Auch hier gilt: Lieber ein paar Tage mehr einplanen!
04. Früh buchen in Neuseeland: Tipps für Fahrzeuge, Unterkünfte & Touren
4.1 Camper oder Wohnmobil für Neuseeland buchen: Tipps für die Planung
Camper und Wohnmobile sind in Neuseeland stark begrenzt.
Früh buchen hat viele Vorteile für dich:
- bessere Preise
- eine größere Auswahl beim Fahrzeugtyp
- weniger Kompromisse bei Route und Abholort
Faustformel: Buche nach Möglichkeit ein bis anderthalb Jahre vor deiner Reise den Camper oder das Wohnmobil. Lass dich von Profis wie der CamperOase* beraten, die Neuseeland wie ihre eigene Westentasche kennen.
Natürlich kannst du auch kurzfristiger buchen. Gerade hier lohnt sich eine spezialisierte Vermittlungsagentur wie CamperOase, da diese nicht nur mit den großen Verleihern wie Britz oder Maui zusammenarbeitet, sondern auch mit den kleinen lokalen Anbietern, die oft noch Restkontingente an Campern haben, auch wenn die großen Buchungsportale keine Verfügbarkeiten mehr anzeigen.
4.2 Neuseeland-Reisetipps: Unterkünfte & Campingplätze vorbuchen?
Neuseeland hat über 1.000 Campingplätze auf der Nord- und Südinsel. In den meisten Regionen kannst du deshalb spontan unterwegs sein und findest mit Apps wie CamperMate oder Rankers Camping NZ fast immer einen Platz.
In sehr beliebten Regionen solltest du dennoch vorreservieren, sonst findest du vor Ort keinen Campingplatz oder keine passende Unterkunft, besonders in der Hauptsaison.
Das betrifft vor allem:
- Queenstown* (zwar viele Unterkünfte, aber sehr beliebt!)
- Lake Tekapo & Lake Pukaki* (nur wenige Unterkünfte und Campingplätze)
- Abel Tasman Nationalpark* (geringes Angebot rund um Marahau = perfekte Lage)
- Coromandel Peninsula* (insbesondere rund um den Hot Water Beach* geringes Angebot)
- Fiordland / Milford Sound (nur ein bewirtschafteter Campingplatz/Unterkunft direkt an den Fjorden: Milford Sound Lodge) – Alternative: Te Anau*
4.3 Fähre für Neuseeland vorbuchen
Die Fährüberfahrt zwischen Wellington und Picton solltest du in der Hochsaison (Dezember–Februar), an Feiertagen und in den Schulferien unbedingt vorbuchen – besonders, wenn du mit Campervan oder Wohnmobil reist. Die Plätze für größere Fahrzeuge sind begrenzt und oft früh ausgebucht. Aber auch mit Mietwagen kann es schnell eng werden.
Buche die Fähre daher möglichst früh bei Interislander* oder Bluebridge, sobald deine grobe Route steht. Beide Anbieter bieten auch Flex- bzw. flexible Tarife, mit denen du die Überfahrt gegen einen Aufpreis um ein paar Tage verschieben kannst – praktisch, wenn sich deine Route unterwegs wetterbedingt ändert.
Gerade bei Einwegmieten oder knappem Zeitplan spart dir eine früh gebuchte Fähre unnötige Wartezeit und Stress.
4.4 Aktivitäten in Neuseeland vorbuchen

In der Hochsaison (Dezember bis Februar) gibt es einige Attraktionen mit begrenzten Kapazitäten, bei denen eine Vorbuchung sinnvoll ist, wenn sie fest auf deiner Bucket-Liste stehen.
Das betrifft vor allem:
- Hobbiton Film-Set*
Feste Zeitfenster und stark begrenzte Plätze, in den Sommermonaten oft früh ausgebucht. - Bootstouren im Milford Sound*
Begrenzte Abfahrten pro Tag, hohe Nachfrage bei guten Wetterbedingungen. - Geführte Kajaktouren im Abel Tasman National Park*
Kleine Gruppen, feste Startzeiten und saisonal sehr hohe Auslastung. - Geführte Bike-Touren und E-Bike-Verleih rund um Queenstown*
Begrenzte Verfügbarkeit, insbesondere bei beliebten Routen und Shuttle-Angeboten.
05. Übernachten & Freedom Camping in Neuseeland: Praktische Reisetipps
5.1 Freedom Camping nur mit fest verbauter Toilette
Mit dem Camper oder Wohnmobil mitten in der Natur aufzuwachen, abends an einem ruhigen Platz zu stehen und nicht an feste Campingplätze gebunden zu sein – genau das macht für viele den Reiz einer Reise durch Neuseeland aus.
Außerhalb offizieller Campingplätze darfst du in Neuseeland jedoch nur mit einem self-contained Fahrzeug übernachten. Self-contained bedeutet, dass das Fahrzeug über eine fest verbaute Toilette verfügt und entsprechend zertifiziert ist (tragbare Toiletten reichen seit 2023 nicht mehr aus!).
Einige Campervan-Verleiher haben ihre Modelle nun nachgerüstet und das Zertifikat erhalten.
Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich vor der Buchung beraten zu lassen, welches Fahrzeug wirklich zu deinen Reiseplänen passt. Bei CamperOase* bekommst du dazu eine fundierte und kostenlose Einschätzung von Camper-Profis, die selbst in Neuseeland Urlaub machen.
5.2 Alternativ-Tipp: DOC-Campingplätze in Neuseeland

Wenn du kein self-contained Fahrzeug mietest, sind die DOC-Campingplätze eine sehr gute Alternative.
Viele dieser Plätze liegen wunderschön in der Natur und verfügen mindestens über eine Toilette. Dort darfst du auch ohne Zertifikat übernachten – sofern kein Hinweis wie „Self-contained vehicles only“ ausgeschildert ist.
DOC-Karte aller Campingplätze
Die vom Department of Conservation bereitgestellte Live-Karte wird laufend aktualisiert und ist eines der wichtigsten Tools für unterwegs.
Dort kannst du:
-
bei den DOC-Features den Filter „Managed Campsites“ aktivieren
→ alle DOC-Campingplätze mit Toilette sehen, die auch ohne self-contained erlaubt sind -
erkennen, wo Freedom Camping verboten ist
→ diese Bereiche sind auf der Karte rot markiert -
prüfen, ob für einzelne Plätze eine Online-Reservierung notwendig ist
06. Unterwegs auf den Straßen in Neuseeland: Tipps

In Neuseeland wird links gefahren. Das klingt im ersten Moment ungewohnt, ist aber meist schneller verinnerlicht, als viele denken. Nach den ersten Kilometern fühlt es sich überraschend normal an – vor allem, weil der Verkehr außerhalb der Städte sehr entspannt ist.
Die größere Umstellung sind weniger der Linksverkehr selbst, sondern die Straßenbedingungen. Viele Strecken sind schmal und kurvig. Deshalb dauern die Strecken hier deutlich länger, als Google Maps dir anzeigt.
Geschwindigkeiten realistisch einschätzen
Die allgemeinen Tempolimits sind:
-
50 km/h innerorts
-
100 km/h außerorts (Wohnmobile über 3,5 Tonnen maximal 90 km/h)
Diese Geschwindigkeiten sind jedoch eher eine theoretische Obergrenze. In der Praxis fährst du häufig langsamer – wegen Kurven, Brücken, einspuriger Abschnitte oder weil du unterwegs immer wieder anhältst. Plane deine Etappen deshalb bewusst und rechne mit etwa dem 1,5- bis 2-Fachen der Google-Maps-Zeit.
Fahre nach Möglichkeit nicht im Dunkeln. Viele Straßen sind außerhalb der Städte unbeleuchtet. In der Dämmerung und nachts sind außerdem Tiere wie Schafe, Kühe oder Wildtiere auf oder direkt neben der Straße unterwegs – besonders auf der Südinsel.
Gerade auf der Südinsel liegen Tankstellen deutlich weiter auseinander. Längere Strecken ohne Nachfüllmöglichkeit sind normal. Ein kurzer Blick auf die Route und der nächste Tankstopp gehören deshalb immer zur Tagesplanung.
Unbefestigte Straßen – sogenannte Gravel Roads – sind in Neuseeland ganz normal, vor allem abseits der Hauptverbindungen. Diese Straßen sind oft holprig, mit losem Split versehen und können je nach Wetter anspruchsvoll sein.
Wichtig: Nicht jedes Mietfahrzeug darf auf Gravel Roads gefahren werden.
Ob und unter welchen Bedingungen das erlaubt ist, hängt von den Mietbedingungen ab. Genau hier lohnt sich eine vorherige Beratung, zum Beispiel bei CamperOase*, um zu klären, welche Straßen du mit deinem Fahrzeug fahren darfst und wie du versichert bist.
Wegen Gravelroads mit Split und nicht asphaltierter Straßen ist ein Zusatzschutz für Glas, Steinschlag, Reifen und Unterboden sehr empfehlenswert und nimmt viel Stress aus dem Reisen.
Falls unterwegs doch etwas fehlt oder kaputtgeht: The Warehouse ist eine sehr gute Anlaufstelle. Dort bekommst du fast alles, was man auf Reisen schnell braucht – von Adaptern und Kabeln über einfache Werkzeuge bis hin zu Haushalts- und Camper-Basics.
07. Geld, Bezahlen & Internet
7.1 Wichtigster Tipp für Neuseeland: Kreditkarte
In Neuseeland kommst du ohne Kreditkarte kaum aus. Kartenzahlung ist absoluter Standard – selbst an kleinen Cafés, Foodtrucks oder abgelegenen Farmständen.
Eine Kreditkarte brauchst du vor allem für:
- Kautionen bei Mietwagen, Campern und Wohnmobilen
- Hotels & Unterkünfte
- Tankstellen (Self-Service)
- viele Online-Buchungen vor Ort
Bargeld ist nur selten nötig. Ein kleiner Betrag für Notfälle und DOC-Campingplätze reicht völlig aus.
7.2 Geld abheben
Geldautomaten findest du in Städten und größeren Orten problemlos. In sehr abgelegenen Regionen kann es aber lange keine geben – also besser nicht auf den letzten Dollar warten.
Tipp: Achte bei deiner Karte auf keine oder geringe Auslandseinsatzgebühren.
7.3 Internet & mobiles Netz in Neuseeland: Tipps für guten Empfang
Gerade auf einem Roadtrip ist Internet extrem hilfreich – für Navigation, Campingplätze, Wetterchecks oder spontane Buchungen.
Die einfachsten Optionen:
-
eSIM (wenn dein Smartphone kompatibel ist): bequem vor der Reise aktivierbar
-
lokale SIM-Karte am Flughafen oder in größeren Städten
Rechne damit, dass es außerhalb von Städten und auf vielen Strecken kein Netz gibt – das ist normal in Neuseeland. Offline-Karten sind daher sehr sinnvoll.
WLAN gibt es oft:
-
auf Campingplätzen und Holiday Parks
-
in Hotels und Hostels
-
in Cafés, Bibliotheken oder Supermärkten
Und ganz pragmatisch: In der Not funktioniert auch ein Stopp bei McDonald’s, um schnell WLAN zu nutzen.
08. Apps & Karten für Neuseeland: Reisetipps für den Roadtrip
Diese Apps und Karten haben sich für uns unterwegs am meisten bewährt:
8.1 CamperMate
CamperMate ist die wohl bekannteste App für Neuseeland-Roadtrips.
Hier findest du:
-
Campingplätze (DOC, Holiday Parks, private Plätze)
-
Freedom-Camping-Spots
-
Dump Stations, Frischwasser
-
Supermärkte, Tankstellen, Duschen
-
Bewertungen von anderen Reisenden
Ideal, um unterwegs spontan zu planen und schnell Alternativen zu finden.
Diesen schönen Campingplatz in der Nähe von Rotorua haben wir über die App gefunden:

8.2 Rankers Camping NZ
Die App Rankers Camping NZ ist eine sehr gute Ergänzung zu CamperMate – teilweise mit anderen Bewertungen und Details.
Gerade bei Freedom Camping und kleineren Plätzen lohnt sich der zweite Blick, weil sich Infos manchmal unterscheiden oder ergänzen.
8.3 DOC Live Map (Website)
Keine App, aber extrem hilfreich. Auf der offiziellen Live-Karte des Department of Conservation siehst du:
- alle DOC-Campingplätze
- wo Freedom Camping erlaubt oder verboten ist
- welche Plätze Toiletten haben
- ob Self-contained erforderlich ist
Tipp: In den Filtern unter „DOC features“ die Option „Managed Campsites“ aktivieren.
So erkennst du alle DOC-Plätze, auf denen du auch ohne self-contained-Zertifikat stehen darfst.
8.4 Google Maps (Offline)
Für Navigation weiterhin unverzichtbar – aber unbedingt:
-
Karten vorab offline herunterladen
-
Entfernungen realistisch einschätzen (Fahrzeiten sind oft länger als angezeigt)
Gerade auf der Südinsel und in Nationalparks hast du häufig kein Netz.
8.5 MetService NZ und Windy
MetService NZ ist die offizielle Wetter-App Neuseelands. Sie ist
-
sehr zuverlässig, gerade regional und
-
zeigt Warnungen vor Starkwind, Regen, Sperrungen.
Alternativ oder ergänzend ist auch die App Windy sehr zu empfehlen. Hier siehst du die Windstärke & -richtung, die Wolkenhöhe (mega hilfreich für Berge & Panoramen) und die Regenfenster im Tagesverlauf.
09. Packliste für Neuseeland: Tipps fürs richtige Gepäck
Beim Packen für Neuseeland kommst du mit dem Zwiebelprinzip am besten zurecht. Leichte Regenkleidung, eine wärmende Schicht und atmungsaktive Teile sind wichtiger als viele Outfits, denn das Wetter kann sich schnell ändern.
Feste Wanderschuhe gehören unbedingt ins Gepäck. Viele Wege sind steinig oder matschig – Sneaker sind dafür meist ungeeignet. Ergänzend reichen ein paar Funktions- oder Merino-Teile, die schnell trocknen und unterwegs praktisch sind.
Statt Koffer eignen sich Rucksäcke oder faltbare Taschen besser für Camperreisen. Sie lassen sich im Fahrzeug deutlich einfacher verstauen. Ordnung schaffen Packwürfel.
Sonnencreme, Insektenschutz und Lebensmittel kaufst du am besten vor Ort. Eine Powerbank, Stirnlampe und ein Steckdosenadapter haben sich im Alltag ebenfalls sehr bewährt.
10. Sparen in Neuseeland: Erprobte Urlaibs-Tipps
Neuseeland ist kein günstiges Reiseziel – aber mit ein paar Tipps kannst du dein Budget spürbar entlasten:
10.1 Reisezeit bewusst wählen
Die Nebensaison (Oktober, November sowie März und April) ist der größte Sparhebel überhaupt. Flüge, Camper, Wohnmobile und Unterkünfte sind im Schnitt ca. 20 % günstiger als im Hochsommer.
10.2 Route & Abholort smart planen
Bei Mietwagen (und teilweise auch bei Campern) ist es häufig günstiger, in Christchurch zu starten und in Auckland abzugeben als umgekehrt. Der Grund: Viele Fahrzeuge müssen zurück auf die Nordinsel. Ein flexibler Routenstart kann hier mehrere hundert Euro sparen.
10.3 Fahrzeug bewusst auswählen
Je kleiner die Fahrzeugklasse, desto niedriger sind nicht nur die Mietkosten, sondern auch der Spritverbrauch.
Gerade bei 3–4 Wochen Roadtrip macht das einen deutlichen Unterschied.
Aber: Ohne fest verbaute Toilette bist du eingeschränkter beim Camping und musst teilweise teure Holidayparks in Kauf nehmen. Am günstigsten ist daher ein Campervan mit fest verbauter Toilette oder ein kleiner Mietwagen in Kombination mit Hostels.
10.4 Früh buchen (Last Minute gibt es in Neuseeland nicht!)
Für Camper und Wohnmobile gilt ganz klar: Je früher, desto günstiger.
In der Hochsaison steigen die Preise mit jeder Woche, weil das Angebot begrenzt ist. Frühbucher haben die größte Auswahl und zahlen meist deutlich weniger.
Bei Mietwagen sieht es etwas entspannter aus – hier hast du auch in der Hochsaison noch kurzfristige Verfügbarkeiten.
10.5 Spar-Tipps beim Tanken in Neuseeland
Sprit kann ganz schön ins Geld gehen, aber auch hier gibt es Sparpotenzial:
-
Gaspy App nutzen, um unterwegs die günstigsten Tankstellen zu finden
-
Rabattprogramme wie BPme oder die Caltex StarCard verwenden
-
Kassenbons von Pak’nSave und Countdown aufbewahren – darauf sind oft Tankrabatte für BP, Z oder Caltex
10.6 Fähre zwischen Nord- & Südinsel rechtzeitig buchen
Die Fährüberfahrt ist mit Mietwagen günstiger als mit Camper oder Wohnmobil – die Preise steigen aber mit der Nachfrage.
Früh buchen lohnt sich, besonders in der Hochsaison. Wenn du flexibel bleiben willst, kann ein flexibler Tarif für dich sinnvoll sein.
10.7 Freedom Camping oder DOC-Campingplätze nutzen
-
Freedom Camping und DOC-Campingplätze senken die Übernachtungskosten massiv
-
Bewirtschaftete Campingplätze oder Holiday Parks gezielt dort einplanen, wo du Strom, Duschen oder WLAN brauchst
-
In Städten oder sehr beliebten Regionen lieber früh buchen, um teure Alternativen zu vermeiden
-
Hostels statt Hotels nutzen, wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist
10.8 Selbstversorgung statt ständig essen gehen
Mit Camper oder Küche sparst du deutlich bei der Verpflegung.
Pak’nSave ist die günstigste Supermarktkette, Countdown liegt im Mittelfeld, New World ist teurer.
Vermeide Four Square in ländlichen Regionen, dieser Supermarkt ist eher teurer. Regionale Produkte und kleine Straßenstände („Honesty Boxes“) sind oft preiswert und richtig gut.
10.9 Aktivitäten bewusst auswählen
Nationalparks, Wanderungen und viele Natur-Highlights sind kostenlos.
Teurere Erlebnisse wie Kajak-, Boot- oder Bike-Touren sind großartig, sollten aber gezielt ausgewählt und in der Hochsaison vorgebucht werden.
10.10 Teure Zusatzausstattung vermeiden
Verzichte auf teure Navigationsgeräte. Offline-Karten auf dem Smartphone plus lokale SIM oder eSIM reichen völlig aus – und helfen dir auch beim Sparen an der Tankstelle, z. B. mit der Gaspy-App.
11. Geheimtipps in Neuseeland

Neuseeland ist für einige ganz bestimmte Orte weltberühmt geworden – etwa den dramatischen Milford Sound, das Hobbiton Film-Set, die ikonische Cathedral Cove oder die Waitomo Caves. Nicht ohne Grund zählen sie zu den Highlights vieler Neuseeland-Reisen.
Gleichzeitig sind genau diese Spots oft stark frequentiert, lange im Voraus ausgebucht oder an feste Zeitfenster gebunden. Wer flexibel bleiben oder bewusst ruhiger, naturnäher und abseits der Massen unterwegs sein möchte, sollte auch Neuseelands weniger bekannte Seiten in den Blick nehmen.
Denn fast jeder berühmte Ort hat eine spannende Alternative: landschaftlich mindestens genauso eindrucksvoll, meist entspannter und manchmal etwas abgelegener – genau das macht ihren Reiz aus. Diese Orte sind keine „Notlösungen“, sondern echte Geheimtipps:
| Bekannte Sehenswürdigkeit | Alternativer Geheimtipp | Warum sich dieser Tipp lohnt |
|---|---|---|
| Milford Sound | Doubtful Sound | Liegt ebenfalls im Fiordland, ist aber nur per Boot und über den Lake Manapouri erreichbar. Die Anreise ist länger und etwas aufwendiger, dafür deutlich weniger Boote, mehr Ruhe und eine spürbar wildere Atmosphäre. Ideal, wenn du Fjordlandschaft ohne Massentourismus erleben willst. |
| Moeraki Boulders | Katiki Boulders | Nur rund 15 Minuten entfernt, aber fast unbekannt. Ähnliche kugelförmige Felsen, oft komplett menschenleer – besonders schön bei Sonnenauf- oder -untergang. |
| Waitomo Glowworm Caves | Spellbound Caves oder Ruakuri Cave | Die Spellbound Cave liegt in unmittelbarer Nähe zu Waitomo, ist aber deutlich kleiner und persönlicher. Fokus liegt auf der Bootsfahrt unter den Glühwürmchen, ohne große Besuchergruppen. Die Ruakuri Cave liegt auch in Waitomo, ist aber ein ganz anderes Erlebnis: große Tropfsteinhöhle, begehbare Spiralgänge, Kombination aus Geologie und Glühwürmchen. |
| Tongariro Alpine Crossing | Taranaki Falls Track | Dieser Track ist kürzer und liegt im selben Nationalpark. Landschaftlich abwechslungsreich mit Vulkanblick, Lavafeldern und Wasserfall. Ideal, wenn du den Park erleben willst, wenn das Crossing wegen des Wetters nicht klappt oder dir der Track zu lang ist. |
| Queenstown | Wanaka | Rund eine Stunde entfernt, ähnlich spektakuläre Berg- und Seenlandschaft, aber entspannter. Viele Cafés, schöne Uferpromenade, großartige Wanderungen wie Roy’s Peak Track, Isthmus Peak Track oder der Mount Iron Walk. |
| Lake Tekapo | Lake Ohau | Ebenfalls im Mackenzie Basin, aber ohne Reisebusse. Ruhiger Bergsee mit tollen Wanderungen, Blick auf die Southern Alps und sehr entspannter Atmosphäre – perfekt für entspannte Tage in einer Traumkulisse. |
| Cathedral Cove | Motukiekie Beach | Motukiekie Beach liegt an der Westküste der Südinsel, nur wenige Kilometer nördlich der Pancake Rocks, wird aber deutlich seltener besucht. Der Strand ist bekannt für seine natürlichen Felsbögen und „Felsfenster“, die bei Ebbe frei zugänglich sind und ein ähnliches Kathedral-Gefühl wie bei der Cathedral Cove vermitteln – nur wilder und ursprünglicher. |
| Hobbiton Film Set | Mount Sunday | Drehort von Edoras (Herr der Ringe). Frei zugänglich, keine Tickets, tolle Wanderung mit Weitblick – perfekt für Filmfans ohne Kommerz. |
| Rotorua | Waimangu Volcanic Valley | Südlich von Rotorua gelegen. Sehr ursprüngliches Geothermalgebiet mit Seen, dampfenden Schluchten und viel Natur. |
| Cape Reinga | Spirits Bay | Spirits Bay hat zwar keinen Leuchtturm wie Cape Reinga, überzeugt dafür mit einem abgelegenen, weitläufigen Sandstrand, viel Ruhe und einer besonderen Atmosphäre im hohen Norden Neuseelands. |
Neuseeland lässt sich nicht bis ins Detail durchplanen – und genau darin liegt der besondere Reiz einer Reise dorthin. Mit einer guten Vorbereitung nimmst du dir unterwegs aber viel Druck und schaffst dir Raum für das, was Neuseeland so besonders macht: spontane Abstecher und einfach dort bleiben, wo es sich gerade richtig anfühlt.
Planst du gerade selbst eine Reise nach Neuseeland oder steckst du mitten in der Vorbereitung? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!
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