Neuseeland

Wandern in Neuseeland – unsere schönsten Wanderungen auf der Nord- und Südinsel

2025-12-30T11:45:20+01:00

Neuseeland ist für uns eines dieser Länder, in denen Wandern ganz selbstverständlich zum Reisen dazugehört. Die Wege sind gut ausgeschildert, die Landschaft unglaublich abwechslungsreich – und oft reicht schon eine kurze Wanderung, um mitten in der Natur zu stehen. Gleichzeitig haben wir gemerkt, wie wichtig Flexibilität ist: Wetter, Wind oder Sicht können Pläne schnell verändern.

Genau deshalb findest du hier keine reine „Top-10-Liste“, sondern unsere Wanderungen nach Regionen geordnet. Pro Region zeigen wir dir, was dich landschaftlich erwartet, welche bekannten Klassiker dort liegen – und welche Touren wir selbst gegangen sind und wirklich empfehlen können.

Auf Holzstegen wandern in Neuseeland: Key Summit im Fjordland Nationalpark
  • INHALTSVERZEICHNIS
  • Wandern in Neuseeland – unsere Lieblingswanderungen:

Wenn wir in Neuseeland nur drei Wanderungen machen könnten, wären es genau diese drei:

  • Taranaki Falls Track (Tongariro Nationalpark)
    Vulkanlandschaft, Lavafelder, Wasserfall und Blick auf den Mount Ruapehu – alles auf einer einzigen Runde. Extrem abwechslungsreich und perfekt, um den Tongariro Nationalpark kennenzulernen.

  • Key Summit Track (Fiordland Nationalpark)
    Panorama pur. Ein moderater Aufstieg, oben ein Rundweg mit 360-Grad-Blick auf Berge, Täler und kleine Seen. Für uns eine der schönsten Aussichts-Wanderungen der Reise.

  • Mount John Summit Circuit Track (Lake Tekapo)
    Kurzer, knackiger Anstieg und oben ein fantastischer Blick auf den türkisfarbenen Lake Tekapo und die Southern Alps – entspannt und nicht überlaufen.

Neuseeland: Wanderungen auf der Nordinsel

Die Nordinsel Neuseeland ist landschaftlich unglaublich vielseitig und bietet ganz unterschiedliche Wandererlebnisse auf vergleichsweise kurzen Distanzen. Du läufst hier durch dichte Wälder mit riesigen Mammutbäumen und Farnen, wanderst entlang schöner Küstenpfade oder stehst plötzlich mitten in einer kargen Vulkanlandschaft mit dampfenden Kratern, Wasserfällen und smaragdgrünen Seen.

Viele Wanderungen auf der Nordinsel sind gut erreichbar, oft als Halbtags- oder Tageswanderung machbar und lassen sich ideal in eine Rundreise integrieren. Da wir nur eine Woche auf der Nordinsel waren, haben wir uns wandertechnisch auf zwei Regionen konzentriert, die für uns das Wandern auf der Nordinsel besonders gut widerspiegeln: den Tongariro Nationalpark mit seiner rauen Vulkanwelt und die Wald- und Seenlandschaft rund um Rotorua.

Tongariro Nationalpark

Wandern inmitten der spektekulären Vulkanlandschaft Neuseelands

Der Tongariro Nationalpark zählt zu den eindrucksvollsten Landschaften der Nordinsel. Vulkankegel, weite Ebenen und dunkles Lavagestein prägen das Bild. Aber es gibt auch überraschend viele grüne Ecken und schöne Seen.

Das Wetter kann hier schnell wechseln, was die Planung nicht immer einfach macht. Wir hatten leider Pech: Unsere geplante Tongariro Alpine Crossing-Tour fiel regelrecht ins Wasser.

Aber: Wir hatten einen grandiosen Tag mit zwei alternativen Wanderungen. Gestartet sind wir mit dem Taranaki Falls Track:

Taranaki Falls Track (Rundwanderung)

📍 Tongariro Nationalpark | ⏱️ ca. 2-2,5 Std. | 📏 ca. 6 km | ⭐ leicht–mittel | 🅿️ Startpunkt: Parkplatz am Whakapapa Visitor Centre

Diese Rundwanderung war für uns eine der schönsten Möglichkeiten, den Nationalpark kennenzulernen. Der Weg führt zunächst durch offene Graslandschaften, später durch Wald und entlang kleiner Flüsse.

Am Ende stehen die Taranaki Falls, die über dunkles Vulkangestein in die Tiefe stürzen. Besonders gefallen hat uns die Abwechslung der Route – kein Abschnitt wirkt monoton, und vor allem der obere Teil der Runde vermittelt das Gefühl, durch eine Vulkanlandschaft auf einem anderen Planeten zu wandern.

Eine ganz andere, aber nicht minder schöne Wanderung ist der Lake Rotopounamu Track. Dschungel trifft Strand:

Lake Rotopounamu Track (Rundwanderung)

📍 Tongariro Nationalpark | ⏱️ ca. 2 Std | 📏 ca. 5 km | ⭐ leicht–mittel 🅿️ Startpunkt: Parkplatz Lake Rotopounamu Track

Lake Rotopounamu Wanderung in Neuseeland

Der Rundweg um den Lake Rotopounamu beginnt mit einem etwas steileren Anstieg, wird danach aber schnell angenehm. Der schattige Wald sorgt für eine ruhige, fast abgeschiedene Atmosphäre.

Immer wieder öffnen sich kleine Stellen am Ufer, an denen man kurz pausieren kann. An zwei Stellen läufst du einen Teil der Strecke direkt über feinsten Sandstrand. Für uns war dieser Track eine sehr schöne Ergänzung zu der Vulkanlandschaft im Park. Wenn wir aber nur eine Wanderung im Tongariro Nationalpark machen könnten, wäre es der Taranaki Falls Track.

Tipp: Bei gutem Wetter Badesachen mitbringen!

Neben diesen beiden kürzeren Rundwegen bietet der Tongariro Nationalpark auch mehrere längere Wanderungen, die deutlich alpiner sind und mehr Vorbereitung erfordern. Je nach Wetterlage und Kondition kannst du verschiedene Touren planen.

Tongariro Alpine Crossing (Einweg-Wanderung)

📍 Tongariro Nationalpark | ⏱️ ca. 7–8 Std. | 📏 ca. 19,4 km | ⭐ anspruchsvoll
🅿️ Startpunkt: Mangatepopo Car Park
🅿️ Endpunkt: Ketetahi Car Park

Tongariro Alpine Crossing Wanderung in Neuseeland

Die bekannteste Wanderung im Tongariro Nationalpark (und vielleicht in ganz Neuseeland) ist das Tongariro Alpine Crossing.

Dabei handelt es sich um eine rund 19 Kilometer lange Streckenwanderung, die durch das Herz der Vulkanlandschaft führt. Gestartet wird in der Regel am Mangatepopo Car Park, das Ziel liegt am Ketetahi Car Park auf der anderen Seite des Gebirges. Da Start- und Endpunkt nicht identisch sind, ist ein Shuttle* notwendig. Die Gehzeit liegt meist bei sieben bis acht Stunden, hinzu kommen mehrere hundert Höhenmeter im Aufstieg sowie ein längerer Abstieg. Landschaftlich prägen Vulkankrater, Lavafelder und die bekannten smaragdgrünen Seen die Route. Aufgrund der Länge und der exponierten Lage eignet sich das Alpine Crossing vor allem bei stabilen Wetterbedingungen.

Eine etwas ruhigere Alternative ist der Tama Lakes Track.

Diese Rundwanderung führt zu zwei Kraterseen am Fuße des Mount Ngauruhoe und ist als Hin- und Rückweg angelegt. Die Strecke ist mit etwa 17 Kilometern ebenfalls nicht kurz, bietet aber den Vorteil, dass du jederzeit umkehren kannst. Der Start erfolgt nahe der Whakapapa Road, je nach gewähltem Parkplatz. Der Weg verläuft größtenteils durch offene, alpine Landschaft mit weiten Blicken auf die umliegenden Vulkane. Auch hier sollte man ausreichend Zeit einplanen und das Wetter im Blick behalten, da es kaum geschützte Abschnitte gibt.

Insgesamt zeichnet sich der Tongariro Nationalpark dadurch aus, dass sich kurze, gut planbare Rundwege wie der Taranaki Falls Track oder der Lake Rotopounamu Track mit langen, fordernden Tagestouren kombinieren lassen. Wenn du mehrere Tage in der Region verbringst, kannst du so flexibel entscheiden, welche Wanderung zur aktuellen Wetterlage und zum eigenen Energielevel passt – und erlebst dabei immer wieder diese besondere, raue Vulkanlandschaft.

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Rotorua & Redwoods Forest

Neuseeland-Wanderwege zwischen Mammutbäumen und Farnen

Rund um Rotorua zeigt sich die Nordinsel von einer ganz anderen Seite als im Tongariro Nationalpark. Statt offener Vulkanlandschaft erwarten dich hier dichte Wälder, weicher Waldboden und der typische Geruch von feuchtem Holz und Schwefel, der die Region prägt. Besonders bekannt ist der Redwoods Forest, offiziell Whakarewarewa Forest genannt, der sich nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt befindet.

Wir haben hier mehrere Stunden verbracht und mit dem Redwoods Treewalk angefangen. Hier läufst du über Hängebrücken zwischen den Baumkronen der riesigen kalifornischen Mammutbäume entlang. Der Treewalk ist zwar keine Wanderung im klassischen Sinne, war aber eine tolle Erfahrung.

Direkt darunter verlaufen zahlreiche gut ausgebaute Wander- und Spazierwege durch den Redwoods Forest. Da wir nur wenig Zeit hatten, machten wir ein paar kürzeren Rundwege durch den wunderschönen Wald. Diese Trails führten vorbei an Farnen, hohen Baumriesen und immer wieder durch lichte Waldabschnitte.

Je nach Route ist man zwischen 30 Minuten und zwei Stunden unterwegs, kann aber jederzeit spontan verlängern oder abkürzen. Gerade an Tagen, an denen das Wetter wechselhaft ist oder man es etwas entspannter angehen möchte, sind diese Waldwanderungen eine schöne Alternative zu alpinen Touren.

Neben den Waldwegen im Redwoods Forest gibt es in der Region rund um Rotorua noch einige kurze Wanderungen, die sich gut als Ergänzung eignen.

  • Huka Falls Walk
    Ca. 2–3 Std. | ca. 7 km | Rundweg
    Der Weg verläuft entlang des Waikato River zu den bekannten Huka Falls. Die Wanderung ist gut ausgebaut, führt aber stellenweise direkt am Fluss entlang und bietet immer wieder neue Blickwinkel auf das tosende Wasser.

  • Blue Lake Track (Lake Tikitapu)
    Ca. 1–1,5 Std. | ca. 5,5 km | Rundweg
    Ein entspannter Seerundweg durch Wald und offene Uferabschnitte. Der Track ist weitgehend flach und eignet sich gut für eine kurze Wanderung oder einen lockeren Einstiegstag.

Mount Taranaki / Egmont National Park

Wanderung um das ikonische Wahrzeichen Neuseelands

Der Mount Taranaki prägt die Westküste der Nordinsel mit seiner auffallend symmetrischen Kegelform und ist schon von weitem sichtbar. Die Region rund um den Egmont National Park unterscheidet sich deutlich vom Tongariro Nationalpark:

Hier dominiert im unteren Bereich dichter Regenwald, während es immer alpiner wird, je höher du kommst. Wir selbst waren zwar in dieser Region zwar nicht unterwegs, aber die nächste Neuseeland-Reise kommt bestimmt und dann erobern wir den Mount Taranaki!

Pouakai Tarn Track (Hin- und Rückweg)

📍 Egmont National Park, Westküste der Nordinsel | ⏱️ ca. 6–8 Std. (je nach Variante) | 📏 ca. 12–25 km | ⭐ mittel–anspruchsvoll | 🅿️ Startpunkt: North Egmont Visitor Centre Car Park

Wanderung am Mount Taranaki in Neuseeland

Der Pouakai Tarn Track führt zunächst durch dichten Wald, später über Holzstege und offenere Abschnitte hinauf zu einem kleinen Bergsee. Bei ruhigem Wetter spiegelt sich hier der Mount Taranaki im Wasser – ein Anblick, für den die Wanderung besonders bekannt ist. Je nach gewählter Strecke lässt sich die Tour als lange Tageswanderung gehen oder in eine mehrtägige Runde einbauen. Da die oberen Abschnitte kaum Schutz bieten, spielt das Wetter bei der Planung eine wichtige Rolle.

Neuseeland: Wanderungen auf der Südinsel

Abel Tasman Nationalpark

Karibik-Flair in Neuseeland: Wanderungen auf dem Abel Tasman Coast Track

Der Abel Tasman Nationalpark ist der kleinste Nationalpark Neuseelands – und für uns trotzdem eines der größten Highlights der Südinsel.

Türkisfarbenes Wasser, helle Sandstrände und dicht bewachsene Küstenpfade sorgen hier für eine Landschaft, die eher an die Karibik erinnert als an Neuseeland. Wandertechnisch wird der Park vor allem vom Abel Tasman Coast Track geprägt, einem langen Küstenweg, der sich über mehrere Tage erstreckt und fast ausschließlich als Streckenwanderung verläuft. Klassische Rundwanderungen gibt es im Nationalpark nicht – stattdessen lebt der Abel Tasman davon, dass man einzelne Etappen erwandert und diese flexibel mit Boot, Wassertaxi oder Kajak kombiniert. Genau diese Mischung macht das Wandern hier so besonders!

Kombinierte Kajak- & Wander-Tour im Abel Tasman Nationalpark

⛴️ Start: Wassertaxi von Mārahau nach Onetahuti Bay
🛶 Kajak: ca. 2 Std. entlang der Küste (u. a. Tonga Island & Robbenkolonien)
🥾 Wanderung: Bark Bay → Anchorage
📏 Strecke: ca. 12 km
⏱️ Dauer gesamt: ca. 5–6 Std. (ohne längere Pausen)
⛴️ Rückweg: Wassertaxi ab Anchorage nach Mārahau

Diese Kombination aus Wassertaxi, Kajak und Wanderung ist aus unserer Sicht eine der schönsten Möglichkeiten, den Abel Tasman Nationalpark zu erleben. Schon die Fahrt mit dem Wassertaxi ist ein kleines Abenteuer für sich und gibt dir erste spektakuläre Blicke auf die zerklüftete Küste und die hellen Sandstrände. Anschließend paddelst du ganz entspannt im Kajak entlang der Küste, fährst hinüber zur Tonga Island und kannst mit etwas Glück Robben beobachten, die sich auf den Felsen sonnen. Besonders schön fanden wir auch den Abstecher in die Mosquito Bay – eine geschützte, fast schon verwunschene Bucht, in die ein kleiner Flusslauf mündet und die eine ganz eigene, ruhige Atmosphäre hat.

Der Rückweg zu Fuß rundet den Tag perfekt ab: Auf den dschungeligen Küstenpfaden eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven auf Buchten, Lagunen und das türkisfarbene Wasser. Eine vielseitige Ganztagstour, die uns nachhaltig beeindruckt hat und die wir jederzeit wieder machen würden.

Wandern im Abel Tasman – was sonst noch möglich ist

Der Abel Tasman Coast Track ist insgesamt rund 60 Kilometer lang und wird klassisch als Mehrtagestour mit Hütten- oder Campingübernachtungen gegangen. Wer nicht mehrere Tage einplanen möchte, kann den Track aber sehr gut abschnittsweise erwandern.

Dank der Wassertaxis lassen sich viele Etappen individuell kombinieren – zum Beispiel kurze Wanderungen zwischen zwei Buchten oder längere Tagesetappen mit Bootstransfer am Anfang oder Ende. Wichtig ist dabei vor allem ein Blick auf die Gezeiten, da einige Strandabschnitte bei Flut nicht passierbar sind – du findest direkt am Eingang und an vielen weiteren Stellen im Park Hinweisschilder mit Erklärungen und Zeitplänen hierfür.

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Fox- & Franz-Josef-Gletscher

Regenwald trifft Gletscher – kurze Panorama-Wanderungen in Neuseeland

Die Westküste der Südinsel ist rau, grün und ein bisschen wild – und genau hier liegen mit dem Franz Josef Glacier und dem Fox Glacier zwei der bekanntesten Gletscher Neuseelands. Was diese Region so besonders macht: Du wanderst durch dichten Regenwald und stehst kurze Zeit später vor alpiner Gletscherkulisse. Diese Kombination ist ziemlich einzigartig.

Franz Josef Glacier – Kurze Trails mit Panorama-Blick

Rund um den Franz Josef Gletscher gibt es mehrere gut ausgebaute, kurze Wanderwege, die direkt vom großen Parkplatz starten. Trotz der überschaubaren Länge liefern sie schnell tolle Ausblicke auf das Gletschertal und die umliegenden Berge. Wir fanden besonders schön, dass man hier ohne große Planung einfach loslaufen kann – ideal, wenn man nach einer längeren Fahrt noch Lust auf Bewegung hat. Einige der Trails führen über Hängebrücken und zu Aussichtspunkten, von denen man dem Gletscher vergleichsweise nah kommt.

Neuseeland: Wandern um den Lake Matheson

Fox Glacier: Regenwald-Pfade zum Aussichtspunkt

Der Fox Gletscher liegt nur rund 30 Minuten südlich vom Franz Josef und lässt sich super kombinieren. Die Wanderung zum Aussichtspunkt verläuft über einen breiten, gut gepflegten Weg entlang des Fox River. Im direkten Vergleich wirkt der Gletscher allerdings deutlich weiter entfernt – der Klimawandel ist hier leider sehr sichtbar.

Was uns am Fox Gletscher dafür richtig begeistert hat, waren die kleinen Nebenpfade durch moosigen Wald. Abseits des Hauptwegs fühlt es sich schnell märchenhaft an: verwurzelte Pfade, sattes Grün, kleine Bäche und diese typische Westküsten-Atmosphäre. Wenn du nur wenig Zeit hast, würden wir persönlich den Franz Josef vorziehen – hast du aber einen halben Tag, lohnt sich die Kombination beider Gletscher trotzdem.

Lake Matheson

Neuseeland: Wandern um den Lake Matheson

Ganz in der Nähe des Fox Gletschers liegt der Lake Matheson, den wir unbedingt empfehlen würden. Der Lake Matheson liegt nur wenige Minuten vom Fox Glacier entfernt und lässt sich perfekt mit einem Gletscherbesuch kombinieren. Der gut ausgebaute Rundweg um den See ist ca. 4,4 km lang und dauert etwa 1–1,5 Stunden, je nachdem, wie oft du stehen bleibst (Spoiler: ziemlich oft).

Der Rundweg um den See ist leicht zu gehen und besonders bekannt für die Spiegelungen von Mount Cook und Mount Tasman bei ruhigem Wetter. Selbst ohne perfekte Bedingungen war der Spaziergang für uns ein echtes Highlight und eine schöne Ergänzung zu den Gletscherwanderungen.

Am Parkplatz gibt es außerdem ein Café und einen kleinen Shop, was den Lake Matheson zu einem sehr entspannten Stopp macht.

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Wanaka

Entspannt am See oder auf den Roys Peak in Neuseeland wandern

In Wanaka haben wir leider nur einen halben Tag verbracht und hatten daher keine Zeit für eine Ganztages-Wandertour. Wir sind vor allem an den Uferwegen entlang des Lake Wanaka spaziert, haben den Blick über den See und die umliegenden Berge genossen.

Eigentlich hätten wir hier gerne noch mehr Zeit gehabt – vor allem für den berühmten Roys Peak Track, der für viele zu den schönsten Tageswanderungen Neuseelands zählt.

Roys Peak Track (Hin- und Rückweg)

📍 Otago / Wanaka | ⏱️ ca. 5–6 Std. (hin & zurück) | 📏 ca. 16 km | ⭐ mittel–anspruchsvoll |🅿️ Startpunkt: Roys Peak Track Car Park (Mount Aspiring Road)

Wandern in Neuseeland: Lake Marian

Der Roys Peak Track zählt zu den bekanntesten Wanderungen Neuseelands. Der Weg führt in gleichmäßigen Serpentinen stetig bergauf und ist technisch einfach, aber konditionell fordernd – die rund 1.200 Höhenmeter haben es in sich. Oben wartet der berühmte Blick über den Lake Wanaka und die umliegenden Bergketten. Am schönsten ist die Wanderung frühmorgens oder spät am Nachmittag, da sie sehr beliebt ist.

Milford Sound & Fiordland Nationalpark

Panorama-Wandern in Neuseelands größtem Nationalpark

Der Milford Sound ist für viele eines der absoluten Highlights der Südinsel – und das völlig zurecht. Schon die Fahrt durch den Fiordland Nationalpark ist ein Erlebnis für sich: steile Felswände, Wasserfälle am Straßenrand und immer wieder kurze Stopps, bei denen man einfach nur staunt. Für uns war schnell klar: Hier wollen unbedingt wandern!

Wir sind mit dem Key Summit Track gestartet:

Key Summit Track (Hin- und Rückweg)

📍 Fiordland Nationalpark | ⏱️ ca. 2,5–3 Std. (hin & zurück) | 📏 ca. 6 km | ⭐ leicht–mittel | 🅿️ Startpunkt: The Divide Trailhead (Milford Road)

Panorama-Wandern in Neuseeland: Key Summit Track

Der Key Summit Track gehört für uns zu den schönsten Wanderungen im Milford-Sound-Gebiet und in ganz neuseeland. Der Weg startet am Parkplatz „The Divide“ und folgt zunächst einem Abschnitt des berühmten Routeburn Tracks. Etwa 45 Minuten geht es stetig bergauf durch dichten, sattgrünen Wald, zwischendurch öffnen sich immer wieder erste Blicke ins Hollyford Valley.

Nach einer Weggabelung führt ein kurzer Abzweig hinauf zum Key Summit. Oben wartet kein klassischer Gipfel, sondern ein „Nature Walk“-Rundweg mit kleinen Bergseen, Holzstegen und weiten Blicken über Täler und alpine Landschaft.

Für uns eine absolute Empfehlung, wenn du im Fiordland unterwegs bist und eine Wanderung suchst, die landschaftlich viel bietet, ohne extrem fordernd zu sein.

Auf dem Key Summit sahen wir von weitem einen kleinen Bergsee, der uns so fasziniert hat, dass wir unbedingt dort hin wollten.

Gesagt, getan: Noch am gleichen Tag starteten wir unsere zweite Wanderung im Fjordland Nationalpark:

Lake Marian Track (Hin- und Rückweg)

📍 Fiordland Nationalpark | ⏱️ ca. 3 – 4 Std. (hin & zurück) | 📏 ca. 6 km | ⭐ mittel | 🅿️ Startpunkt: Lake Marian Car Park (Lower Hollyford Road)

Wandern in Neuseeland: Lake Marian

Der Lake Marian Track ist deutlich kürzer als viele andere Wanderungen im Fiordland, hat es aber in sich. Nach wenigen Minuten erreichst du bereits die Lake Marian Falls. Schon diese Wasserfälle und Stromschnellen lohnen einen kurzen Abstecher, wenn du wenig Zeit hast.

Danach wechselt der Charakter des Weges spürbar. Ab hier geht es lange und stetig bergauf, über Wurzeln, Steinbrocken und teils unwegsame Passagen durch dichten Regenwald.

Der Anstieg ist stellenweise steil und erfordert Trittsicherheit, bleibt aber durchgehend gut markiert. Oben angekommen wirst du aber belohnt: Der tiefblaue Lake Marian liegt eingebettet zwischen steilen Felswänden und Bergen und selbst im Sommer liegt hier noch Schnee an den Felshängen. Eine wunderschöne Atmosphäre!

Die Catlins

Wild, rau und wunderbar einsam in Neuseeland wandern

Die Catlins gehören für uns zu den unterschätzten Regionen Neuseelands. Ganz im Süden der Südinsel gelegen, liegen sie abseits der klassischen Route – und genau das macht ihren Reiz aus. Statt großer Highlights erwarten dich hier kurze, intensive Wanderungen, die sich perfekt mit dem Camper kombinieren lassen: dschungelige Pfade zu mächtigen Wasserfällen, raue Küstenwege mit Blick auf zerklüftete Felsen, Leuchttürme und einsame Buchten.

Viele Wege sind nur wenige Kilometer lang, dafür landschaftlich extrem abwechslungsreich. Besonders schön fanden wir die Mischung aus Regenwald, Wasserfällen und Küste – und das Gefühl, diese Orte oft fast für sich allein zu haben. Wenn du Lust auf entschleunigtes Wandern, kleine Abenteuer und echte Natur hast, solltest du die Catlins unbedingt einplanen.

Diese Kurz-Wanderungen haben wir in dieser wunderschönen Region in Neuseeland gemacht und können sie dir wärmstens empfehlen:

  • Curio Bay & Petrified Forest Walk – ca. 30–45 Min.
    Spaziergang entlang der Küste über einen fossilen Wald, am besten bei Ebbe
  • Penguin Walk (Curio Bay) – ca. 10–15 Min.
    Sehr kurzer Weg zu Aussichtspunkten für die Beobachtung von Gelbaugenpinguinen
  • McLean Falls Walk – ca. 30–40 Min.
    Kurzer Waldweg zu einem beeindruckenden, mehrstufigen Wasserfall
  • Matai Falls Walk – ca. 30 Min.
    Ruhiger Dschungelpfad zu einem kleineren, sehr idyllischen Wasserfall.
  • Purakaunui Falls Walk – ca. 20–30 Min.
    Sehr kurzer Zugang zu einem der fotogensten Wasserfälle der Catlins.
  • Nugget Point Walk – ca. 30 – 45 Min.
    Küstenpfad zum Leuchtturm mit spektakulärem Blick auf Meer und Felsen.

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Lake Tekapo & Lake Pukaki (Mount Cook)

Wandern entlang türkisfarbener Seen und Flüsse rund um den Mount Cook

Lake Tekapo und Lake Pukaki liegen in der Aoraki / Mount Cook Region und gehören landschaftlich zu den bekanntesten Orten der Südinsel. Die beiden milchig-türkisen Seen verdanken ihre Farbe den Sedimenten aus den umliegenden Alpen – und genau diese Bergkulisse macht die Region so besonders. Während der Lake Pukaki vor allem durch die Fahrt entlang des Sees und die spektakulären Ausblicke auf den Mount Cook beeindruckt, eignet sich Lake Tekapo perfekt für entspannte Spaziergänge und aussichtsreiche Wanderungen.

Unser persönliches Highlight hier war der Mount John Summit Circuit Track.

Mount John Summit Circuit Track (Rundwanderung)

📍 Lake Tekapo / Aoraki Mackenzie Region | ⏱️ ca. 2,5–3 Std. | 📏 ca. 8 km
⭐ leicht–mittel | 🅿️ Startpunkt: Lake Edge Holiday Park

Wandern in Neuseeland: Mount John Track rund um den Lake Tekapo

Der Mount John Summit Circuit Track ist eine der schönsten Panorama-Wanderungen rund um den Lake Tekapo. Der Weg beginnt mit einem kurzen, aber recht steilen Anstieg. Danach wird es entspannter und der Track führt abwechslungsreich weiter rund um den Berg.

Oben am Gipfel wartet das absolute Highlight: ein 360-Grad-Blick über den türkisfarbenen Lake Tekapo, die umliegenden Flüsse und bei klarer Sicht bis hin zu den Southern Alps und dem Mount Cook. Der Rundweg kombiniert Höhenblicke mit entspannten Passagen entlang des Seeufers. Für uns eine perfekte Wanderung in Neuseeland – aussichtsreich, nicht überlaufen und einfach richtig schön.

Eine weitere sehr bekannte Wanderung ist der Hooker Valley Track nahe des Mount Cook. Auch wir wollten diese Panorama-Wanderung machen, waren am Ende aber etwa enttäuscht:

Hooker Valley Track (Hin- und Rückweg)

📍 Aoraki / Mount Cook Nationalpark | ⏱️ ca. 2,5–3 Std. (hin & zurück) | 📏 ca. 10 km | ⭐ leicht | 🅿️ Startpunkt: White Horse Hill Car Park (Hooker Valley Track)

Wandern in Neuseeland: Lake Marian

Der Hooker Valley Track ist einer der bekanntesten Wanderwege Neuseelands – und landschaftlich völlig zu Recht beliebt. Der sehr gut ausgebaute Weg führt fast eben durch das Hooker Valley, vorbei an Gletscherflüssen, über mehrere lange Hängebrücken und mit ständigem Blick auf die umliegende Bergwelt rund um den Mount Cook.

Für uns war die Kulisse zwar beeindruckend, gleichzeitig war es aber auch der vollste Wanderweg unserer gesamten Reise. Zudem hatten wir auch großes Pech mit dem Wetter, der zunehmende Regen machte die Sicht immer schlechter und uns immer nasser. Uns fehlte darüber hinaus aber insgesamt der etwas „wilde“ Vibe wie bei den anderen Wanderungen in Neuseeland, da die Strecke extrem gut ausgebaut ist.

Wenn dich größere Menschenmassen nicht stören oder du vielleicht nicht so gut zu Fuß bist, ist der Hooker Valley Track eine schöne Option. Wer es ruhiger mag, sollte sehr früh morgens oder später am Nachmittag starten – oder auf Alternativen in der Region ausweichen.

Alternative Wanderwege rund um den Mount Cook

Neben dem gut ausgebauten Hooker Valley Track gibt es im Aoraki / Mount Cook Nationalpark noch einige kürzere Wanderungen, die sich hervorragend als Ergänzung eignen – vor allem, wenn du es etwas ruhiger magst oder flexibel auf Wetter und Besucherandrang reagieren möchtest.

Kea Point Track
ca. 1–1,5 Std. | ca. 3 km | Hin- und Rückweg
Der Kea Point Track startet unweit des Mount Cook Village und führt durch offene Landschaft zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Mueller-Gletscher und den Mount Sefton. Die Wanderung ist leicht, deutlich weniger frequentiert als der Hooker Valley Track und ideal, wenn du eine kurze Panorama-Tour suchst.

Tasman Glacier View Track
ca. 30–45 Min. | ca. 1 km | Hin- und Rückweg
Ein kurzer, aber lohnender Spaziergang zu einem Aussichtspunkt über den Tasman-Gletscher und den milchig-türkisen Tasman Lake. Besonders eindrucksvoll sind die Eisberge, die im See treiben. Perfekt als schneller Stopp oder in Kombination mit einer längeren Wanderung.

Red Tarns Track
ca. 2 Std. | ca. 3 km | Hin- und Rückweg
Kurzer, steiler Anstieg zu kleinen Bergseen („tarns“) oberhalb des Hooker Valley. Der Weg ist anstrengender als der Hooker Track, dafür wirst du mit einem weiten Blick über das Tal und die umliegende Bergwelt belohnt. Eine schöne Alternative für alle, die etwas mehr Höhenmeter möchten, aber keine lange Tour planen.

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